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Tour de France | 2. Etappe - Alaphilippe siegt in Nizza und erobert Gelb

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Der Franzose Julian Alaphilippe hat die zweite Etappe der 107. Tour de France in Nizza gewonnen und das Gelbe Trikot des Spitzenreiters übernommen.

Der französische Radprofi Julian Alaphilippe hat mit dem Sieg auf der zweiten Etappe der 107.Tour de France das Gelbe Trikot übernommen.

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Der 28-Jährige vom Team Deceuninck-Quick Step setzte sich nach 186 km mit Start und Ziel in Nizza am Sonntag im Sprint einer Fluchtgruppe vor Marc Hirschi (Schweiz/Sunweb) und Adam Yates (Großbritannien/Mitchelton-Scott) durch.

Kristoff abgeschlagen

Damit übernahm Alaphilippe auch das Gelbe Trikot. Er löste den Norweger Alexander Kristoff (UAE Emirates) ab. Der am Samstag siegreiche Sprinter wurde auf der ersten Bergetappe abgehängt. Nicht mehr am Start standen der deutsche Klassikerspezialist John Degenkolb und der belgische Ex-Weltmeister Philippe Gilbert.

Das Duo aus dem Lotto-Soudal-Team hatte sich bei den vielen Stürzen am Samstag schwere Knieverletzungen zugezogen.

Der Held des Sonntags war aber Alaphilippe, der elf Kilometer vor dem Ziel eine seiner unnachahmlichen Attacken startete und den Sprint einer dreiköpfigen Gruppe vor dem Schweizer Marc Hirschi aus dem deutschen Sunweb-Team und dem Briten Adam Yates als Sieger über den Zielstrich auf der Promenade des Anglais fuhr. Ähnlich hatte Alaphilippe vor einem Jahr auf der dritten Etappe triumphiert und anschließend 14 Mal das Gelbe Trikot getragen.

Verschärfte Corona-Maßnahmen

So erlebte die Tour einen spektakulären Start, als ob die Umstände nicht schon speziell genug wären. Wegen der Corona-Pandemie hatten die Verantwortlichen die Maßnahmen noch einmal verschärft. Zuschauer - natürlich nur mit Maske - durften am Straßenrand stehen, doch Zehner-Reihen wie zu früheren Zeiten waren passé. Der Start- und Zielbereich wurde außerdem an den ersten beiden Tagen abgeriegelt, nachdem die Infektionszahlen in den letzten Tagen rapide angestiegen waren.

Die Fahrer leben indes in ihrer eigenen Tour-Welt. Und da kletterte Buchmann problemlos die ersten Berge der ersten Kategorie an der Seite der Top-Favoriten um Vorjahressieger Egan Bernal (Kolumbien) und Vuelta-Champion Primoz Roglic (Slowenien) hinauf. Und auch sonst fühlt sich der Vorjahresvierte zwei Wochen nach seinem schlimmen Sturz bei der Dauphiné-Rundfahrt immer besser. «Ich spüre den Rücken kaum mehr», sagte Buchmann.

Regen macht Straßen zur "Eislaufbahn"

Das können nicht viele Kollegen von sich behaupten, nachdem es zum Auftakt zu einem regelrechten Sturz-Chaos gekommen war. Auf dem "Glatteis des Sommers" ("L'Equipe") waren massenhaft Fahrer zu Boden gegangen. Der erste Regen nach vielen Sommerwochen hatte die dreckigen und teils mit einem Ölfilm bedeckten Straßen zu einer Eislaufbahn verwandelt.

Das wurde auch Degenkolb zum Verhängnis. Trotz "unfassbarer Schmerzen" quälte sich der 31-Jährige am Samstag ins Ziel, verpasste aber das Zeitlimit um einige Minuten. Die Tour-Organisation kannte keine Gnade und blieb beim Ausschluss. Degenkolb, der am Sonntag schon im Flieger gen Heimat saß, konnte damit leben.

"Für meine Gesundheit ist es besser nach Hause zu fahren"
John Degenkolb

Gilbert bricht sich Kniescheibe

Immerhin zeigten die Röntgenaufnahmen keine Fraktur, wie etwa beim Teamkollegen und Ex-Weltmeister Philippe Gilbert, der sich die Kniescheibe brach und damit den schwarzen Tag für das belgische Lotto-Soudal-Team perfekt machte. Auch Mitfavoriten Thibaut Pinot erwischte es. Der Franzose, schon in der Vergangenheit nicht gerade vom Glück gesegnet, erlitt neben Hautabschürfungen auch Verletzungen am Knie und der rechten Schulter und berichtete von "einem der schlimmsten Tage meiner Karriere".

Und auch am Sonntag krachte es. Dauphiné-Sieger Daniel Martinez stürzte genauso wie Ex-Giro-Champion Tom Dumoulin und Buchmann-Helfer Lennard Kämna, den es nun schon dreimal zu Boden riss.

Die Tour de France startet unter einem strengen Hygienekonzept. Dieses sieht eine Separierung der Teams sowie regelmäßige Tests vor.

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Am Montag wird die Frankreich-Rundfahrt mit der dritten Etappe über 198 Kilometer von Nizza nach Sisteron fortgesetzt. Dort könnten die Sprinter eine Chance auf den Tagessieg erhalten.

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