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Fußball-EM - UEFA-Chef - Ceferin: Corona-Zahlen bei EM falsch gedeutet

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UEFA-Chef Ceferin hat die Kritik von Corona-Experten zurückgewiesen. Die in Schottland erfasste Zahl an Infizierten lasse keine zuverlässigen Rückschlüsse auf die Fußball-EM zu.

Aleksander Ceferin
Aleksander Ceferin auf dem UEFA-Kongress in Amsterdam [Archiv].
Quelle: EPA

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin weist die Kritik von Corona-Experten an der Fußball-EM zurück. "Die Teams verhalten sich hochprofessionell", sagte er der BBC: "Auch in den Stadien sind wir sehr strikt, und wenn ich höre, dass Politiker sagen, Menschen hätten sich bei den Spielen infiziert, ohne jeden Beweis, dann enttäuscht mich das ein bisschen."

Ceferin: Stadionbesucher waren getestet

Der Slowene bezog sich direkt auf Zahlen aus Schottland. Dort hatte die europäische Gesundheitsbehörde ECDC in Zusammenhang mit der EM bislang 1.991 Fälle registriert.

"Einige sagen, 2.000 schottische Fans seien infiziert, aber die schottischen Fans, die ins Stadion gegangen sind, waren getestet", so Ceferin. Es seien auch 20.000 Menschen ohne Ticket nach London gekommen.

ECDC: 2.500 Infizierte

"Du wirst im Park nicht getestet", sagte Ceferin. "Den Fußball zu beschuldigen, das Virus zu verbreiten, ist aus meiner Sicht unverantwortlich." Die Gesamtzahl der Infektionen, die im Zusammenhang mit der EM stehen sollen, hatte ECDC bis Mitte dieser Woche auf über 2.500 beziffert.

Zudem verteidigte der UEFA-Chef die Linie des Dachverbandes, nicht erlaubt zu haben, dass die Münchner EM-Arena zum deutschen Gruppenspiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten dürfe. Es dürfe nicht sein, dass die UEFA "in eine politische Auseinandersetzung gezogen wird".

Ceferin: Protest gegen Regierung

Die bayerische Landeshauptstadt hatte ihren Antrag direkt in Bezug gesetzt zu einem Gesetz in Ungarn, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt. Die Regenbogenfarben gelten als Zeichen für Toleranz und sexuelle sowie geschlechtliche Vielfalt.

Die UEFA ist eine Organisation, die nach ihren Statuten nicht politisch engagiert sein darf. (...) Wir können nicht gegen Regierungen protestieren.
Aleksander Ceferin

"Meine persönliche Meinung zu Menschenrechten und Diversität ist klar - wie auch die der UEFA", sagte Ceferin. Das Problem an dem Münchner Antrag sei der Protest gegen die Regierung und das Parlament eines europäischen Landes gewesen.

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