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Zeichen gegen Rassismus : Ungarn-Fans buhen Kniefall erneut aus

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Das Verhalten seiner Fans bei der EM hatte Ungarn ein Geisterspiel eingebrockt. Zur Partie gegen England kamen dennoch 30.000 ins Stadion - die einmal mehr unschön auffielen.

Der britische Fußballspieler Declan Rice kniet auf dem Rasen während eines Spiels gegen Ungarn.
Der Kniefall als Geste gegen Rassismus: In Ungarn zum wiederholten Male ausgebuht.
Quelle: reuters

Was ist sportlich beim Spiel von Deutschlands Gruppengegnern passiert?

England - immerhin Vize-Europameister - hat sich seinen Nations-League-Auftakt vermutlich anders vorgestellt. Gegen Ungarn verlor das Team von Trainer Gareth Southgate in Budapest 0:1 (0:0). Die Ungarn, die bereits bei der EM bei den Unentschieden gegen Deutschland und Frankreich überzeugten, sorgten damit für das nächste Achtungszeichen.

Das Tor des Tages erzielte Bundesligaprofi Dominik Szoboszlai von RB Leipzig. Er verwandelte einen nicht unumstrittenen Foulelfmeter in der 66. Minute zum Sieg der starken Gastgeber.

Am kommenden Samstag empfängt Ungarn das DFB-Team, zuvor muss England am Dienstag in München (ZDF) antreten.

Sehen Sie hier die Höhepunkte des deutschen Remis gegen Italien.

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Und warum stehen Ungarns Fans nun im Fokus?

Als das englische Team kurz vor Anpfiff als Zeichen gegen Rassismus wie gewohnt auf die Knie ging, waren Buh-Rufe zu hören. Wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen gegen Portugal, Frankreich und Deutschland war Ungarns Nationalteam zu zwei UEFA-Heimpflichtspielen ohne Zuschauer verurteilt worden. Dieses Strafmaß wurde später auf eine Partie reduziert, ein weiteres Spiel wurde zur Bewährung von zwei Jahren ausgesetzt.

Bereits beim WM-Qualifikationsspiel zwischen Ungarn und England im September wurde der Kniefall in Budapest niedergebuht. Die Profis Jude Bellingham und Raheem Sterling wurden mit Affenlauten verhöhnt. Premierminister Boris Johnson schaltete sich damals ein und twitterte:

Es ist völlig inakzeptabel, dass Spieler der englischen Nationalmannschaft in Ungarn rassistisch beleidigt wurden.
Britischer Premierminister Boris Johnson
Raheem Sterling

Englische Spieler beleidigt - Affenlaute in Ungarn: Skandal mit Ansage 

Zwei englische Fußball-Nationalspieler sind beim 4:0-Sieg in Ungarn rassistisch beleidigt worden. Die FIFA leitete ein Disziplinarverfahren ein.

Wie reagiert die englische Mannschaft auf die Buh-Rufe?

"Ich habe keine Ahnung, warum Menschen während dieser Geste buhen", sagte Englands Coach Southgate. Sein Team mache solche Aktionen in erster Linie, um zu versuchen, "die Leute aufzuklären", sagte der Ex-Profi zum Grund für das Knien.

Der 51-Jährige wollte im Interview bei Channel 4 keine direkte Kritik an den Fans in Budapest üben. Viele Jüngere wüssten wohl gar nicht, warum sie überhaupt buhen. "Sie werden von älteren Erwachsenen beeinflusst", sagte Southgate.

Verteidiger Conor Coady sagte nach Abpfiff: "Wir werden als Team ganz sicher nicht damit aufhören." Die Buh-Rufe seien sehr enttäuschend. "Wir hoffen einfach, dass Leute es mehr und mehr verstehen. Wir wollen als Team und als Nation dafür sorgen, dass sich die Dinge positiv verändern."

Ungarn hat in der Nations League ein Achtungszeichen gesetzt. Der 40. der Weltrangliste besiegte England 1:0. Am Samstag in einer Woche spielen die Ungarn gegen die DFB-Auswahl.

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Wie hatten es die Fans trotz Zuschauerverbots ins Stadion geschafft?

Gemäß der Regularien der Europäischen Fußball-Union UEFA dürfen bei Spielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit Kinder bis zum Alter von 14 Jahren ins Stadion, wenn sie eingeladen und von einem Erwachsenen begleitet werden. Medienberichten zufolge waren vor der Partie mehr als 30.000 Besucher registriert gewesen.

Die Engländer müssen ihr erstes Heimspiel in der Nations League am 11. Juni in Wolverhampton gegen Italien ebenfalls ohne Zuschauer bestreiten. Dazu war der Verband wegen der Ausschreitungen rund um das EM-Finale vor einem Jahr verurteilt worden. Dabei sollen ebenfalls die UEFA-Regularien zum Stadion-Besuch von Kindern angewendet werden, es werden zwischen 2.000 bis 3.000 Fans erwartet.

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