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Nach Boykott wegen Polizeigewalt - NBA-Playoffs werden am Samstag fortgesetzt

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Nach einer Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt steht der US-Sport tagelang still. Am Samstag wird die NBA weiterspielen - auch weil ein Ex-Superstar vermittelt hat.

NBA-Spielfeld in Orlando
Mit ihrem Boykott haben die Milwaukee Bucks in der NBA eine beispiellose Protestwelle ausgelöst.
Quelle: AP

Die Playoff-Spiele der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA werden am Samstag fortgesetzt. Das teilte die Liga mit. Am Mittwoch hatten die Milwaukee Bucks ihr Spiel gegen Orlando Magic aus Protest gegen Polizeigewalt und Rassimus boykottiert.

Welle des Protests auch in anderen Sportarten

Sie reagierten mit dem drastischen Schritt auf den Fall Jacob Blake, der am vergangenen Wochenende von Polizisten in Kenosha/Wisconsin, dem Heimatstaat der Bucks, von hinten niedergeschossen worden war.

In der Folge schlossen sich zahlreiche Teams auch aus anderen US-Sportarten wie der Eishockey-Liga NHL oder der Major League Baseball (MLB) der Aktion der Bucks an. Auch mehrere Mannschaften aus der noch nicht in die Saison gestarteten Football-Liga NFL unterbrachen ihr Training.

"Leidenschaftliches Gespräch" am Donnerstag

"Wir hatten am Donnerstag ein offenes, leidenschaftliches und produktives Gespräch zwischen Spielern, Trainern und Teambesitzern über die nächsten Schritte zur Vertiefung unserer gemeinsamen Bemühungen und Aktionen für soziale Gerechtigkeit und Rassengleichheit", hieß es in einer Pressemitteilung der NBA.

Alle Parteien kamen überein, die Playoff-Spiele am Samstag, den 29. August, wieder aufzunehmen.
Pressemitteilung der NBA

Seine Spieler freuten sich, weiterzuspielen, "sie wollen", versicherte Doc Rivers, Coach der Los Angeles Clippers, die sich ebenso wie der Stadtrivale Lakers zunächst sogar für einen kompletten Abbruch der Saison ausgesprochen haben sollen.

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Michael Jordan als Schlüsselfigur

Die Schlüsselfigur bei den Diskussionen der Spieler über das weitere Vorgehen war allem Anschein nach der wohl größte Basketballer der Geschichte: Michael Jordan.

Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, nahm "His Airness", Mehrheitseigentümer der Charlotte Hornets und damit auch einziger Schwarzer in dieser Position bei einer NBA-Franchise, zu Chris Paul Kontakt auf. Der Star von Oklahoma City Thunder ist der Präsident der Spielervereinigung. Jordan bot Paul an, die Anliegen der Spieler bei einem Treffen der Klubbesitzer vorzubringen.

Besitzer schon vorher aufgeschlossen für Spieler-Anliegen

Nach Angaben von Sitzungsteilnehmern drängte Jordan beim virtuellen Meeting der Teambesitzer seine Kollegen dazu, die Spieler anzuhören, ehe sie Entscheidungen träfen. Am Ende stimmten die Eigentümer geschlossen dafür, die Spieler weiter zu unterstützen.

Die amerikanischen Sportligen haben durch ihre Boykotte ein starkes Signal gegen die erneute Polizeigewalt gegen Afroamerikaner gesetzt.

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Die Teambesitzer hatten sich auch im Vorfeld weitgehend aufgeschlossen für die Positionen der Spieler gezeigt. Sie erlaubten ihnen, in der Blase in Florida mit Botschaften auf den Trikots aufzulaufen. Zudem wollen sie innerhalb der nächsten zehn Jahre 300 Millionen Dollar in Projekte stecken, die die wirtschaftliche Situation Schwarzer verbessern.

Auch NBA-Mitarbeiter solidarisieren sich

In der Sitzung am Donnerstag kündigten sie an, noch weitergehende Pläne zu entwickeln. Einen klaren Plan verfolgten am Freitag derweil auch sämtliche Mitarbeiter der NBA. Alle Angestellten der Liga ließen ihre Arbeit ruhen, um stattdessen gewählte Politiker anzurufen und das Bewusstsein für die Probleme Polizeigewalt und Rassismus zu schärfen.

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