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Vierschanzentournee - Innauer: Fünfkampf um den goldenen Adler

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Bei Halbzeit der 69. Vierschanzentournee haben noch fünf Flieger die Chance auf den Gesamtsieg. ZDF-Experte Toni Innauer traut Karl Geiger weiter den großen Triumph zu.

Gregor Deschwanden
Bei der diesjährigen Vierschanzentournee haben zur Halbzeit noch fünf Springer Chancen auf den Gesamtsieg, glaubt Toni Innauer.
Quelle: EPA

Karl Geiger flog beim Neujahrsspringen von Platz 14 nach dem ersten Durchgang mit einem Topsprung noch auf Rang fünf nach vorn. Markus Eisenbichler zuvor in Oberstdorf sogar von Position 27 auf 5. Und Dawid Kubacki triumphierte in Garmisch-Partenkirchen überlegen nach einem enttäuschenden 15. Platz zuvor beim Auftaktspringen. Das zeigt: Bei dieser außergewöhnlich spannenden 69. Vierschanzentournee scheint einfach alles möglich.

Entscheidungstag in Innsbruck

"Diese Ergebnisse zeigen, dass die Sportart Skispringen immer sensibler wird", schätzt ZDF-Experte Toni Innauer bei Halbzeit des Skisprung-Grand-Slams ein: "Und jetzt kommt mit Innsbruck die schwierigste Schanze der Tournee, das war immer ein Entscheidungstag." Vor dem dritten Tournee-Springen am Sonntag haben nach seiner Einschätzung noch fünf Flieger Chance auf den goldenen Adler für den Gesamtsieg.

Karl Geiger wahrt dank einer Aufholjagd beim Neujahrsspringen den Traum vom Tournee-Sieg. Auch Markus Eisenbichler bleibt dran. Dawid Kubacki (Polen) siegt mit Schanzenrekord.

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In der Halbzeit-Wertung liegen der norwegische Gesamtweltcup-Spitzenreiter Halvor Egner Granerud (555,0 Punkte), Oberstdorf-Sieger Karl Geiger (551,0) und die beiden Polen Kamil Stoch (548,3) und Kubacki (546,4) im Bereich von umgerechnet fünf Meter beisammen. Markus Eisenbichler (531,5) ist schon mit deutlicherem Rückstand Fünfter – aber laut Innauer zu allem fähig.

Geiger und Eisenbichler mit guten Chancen

"Wenn einer Wundersprünge produzieren kann, dann Markus Eisenbichler", sagt Innauer. Topfavoriten für den Tournee-Gesamtsieg sind jedoch für den österreichischen Skisprung-Professor jedoch andere. Karl Geiger zum Beispiel, der nach seinem spektakulären Heimsieg zum Auftakt in Oberstdorf im ersten Flug des Neujahrsspringens "zum ersten Mal einen eindeutigen Fehler" gemacht hat. "Insgesamt hat Karl die beiden deutschen Springen grandios bewältigt. Jetzt kommt er nach Innsbruck und bringt genau wie Markus Eisenbichler sehr gute Erinnerungen mit", so Innauer.

2019 gab es hier am Bergisel im Einzelspringen der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften einen deutschen Doppeltriumph von Eisenbichler vor Geiger. Tags darauf waren die beiden deutschen Vorflieger Garanten für das deutsche WM-Gold im Team.

Warten auf "genialen Sprung" von Geiger

Bei der Vierschanzentournee haben die deutschen Skispringer hier in den letzten Jahren schlechte Erfahrungen gemacht: Severin Freund (2016) und Richard Freitag (2018) mussten ihre Hoffnungen auf den Tournee-Gesamtsieg jeweils nach Stürzen begraben. Eisenbichler (2019) und Geiger (2020) nach schwächeren Sprüngen bei schwierigen Wind-Bedingungen. "Wenn man das Karma der Deutschen in Innsbruck aufrechnet, dann sind sie jetzt mit einem Positiverlebnis bei der Tournee dran. Sie haben es sich wirklich verdient", so Innauer. Besonders Karl Geiger habe noch Steigerungspotenzial.

Karl Geiger hat bei der Tournee zwar hochwertige Sprünge gezeigt, aber ein genialer war bisher nicht dabei. Wenn er den zeigt, ist alles möglich.
Toni Innauer

Greenhorn Granerud und zwei starke Polen

Bei Halbzeit-Spitzenreiter Granerud hat der ZDF-Experte dagegen Zweifel, obwohl er "mit Alexander Stöckl einen brillianten Wettkampfcoach an seiner Seite hat: Granerud ist mit Abstand der Unerfahrenste in so einer Situation bei der Rournee. Er ist ein Greenhorn." Sein bisher bestes Tournee-Gesamtresultat war ein 24. Platz vor drei Jahren.

Die beiden polnischen Anwärter auf den goldenen Adler bringen dagegen Sieg-Erfahrung mit. Kamil Stoch triumphierte 2017 und 2018, beim zweiten Mal sogar mit einem Vierfachsieg bei allen Springen. Dawid Kubacki stand im Vorjahr ganz oben und sagt: "Ich mache es genauso wie letztes Jahr und hoffe, Halvor ist ein bisschen müde."

Papa Geiger will Hannawald beerben

Kubacki ist in diesen Tournee-Tagen Vater geworden, das hat bei ihm offenbar mental den Knoten gelöst. Aber auch Karl Geiger ist ganz frisch Papa und kann beim Finalspringen in Bischofshofen am 6. Januar (live im ZDF) den ersten deutschen Tournee-Gesamtsieg seit 19 Jahren perfekt machen: "Ich will Sven Hannawald beerben."

Tournee-Halbzeitresultate und Gesamtsieger der letzten fünf Jahre

2015/2016: Halbzeit-Spitzenreiter: Peter Prevc; Gesamtsieger: Peter Prevc
2016/2017: Halbzeit-Spitzenreiter: Kamil Stoch; Gesamtsieger: Kamil Stoch
2017/2018: Halbzeit-Spitzenreiter: Kamil Stoch; Gesamtsieger: Kamil Stoch
2018/2019: Halbzeit-Spitzenreiter: Ryoyu Kobayashi; Gesamtsieger: Ryoyu Kobayashi
2019/2020: Halbzeit-Spitzenreiter: Ryoyu Kobayashi; Gesamtsieger: Dawid Kubacki

Biathlet beim Liegendschießen

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Der Wettkampf zum Nachlesen.

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