Vierschanzentournee: Kubacki siegt - Granerud bleibt vorn

    Vierschanzentournee:Kubacki gewinnt - Granerud bleibt vorn

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    Dawid Kubacki gewinnt das dritte Springen der Vierschanzentournee, die Top-Leistung liefert aber Halvor Egner Granerud. Philipp Raimund ist als Dreizehnter bester Deutscher.

    Dawid Kubacki hat bei der Vierschanzentournee das dritte Springen gewonnen - gerade noch. Der Pole konnte im zweiten Durchgang den Angriff des Tournee-Besten Halvor Egner Granerud abwehren und brachte auf der Innsbrucker Bergisel-Schanze seinen Sieg ins Ziel.

    Granerud mit Tagesbestweite

    Granerud bleibt in der Tournee-Wertung vorne, da er im zweiten Durchgang alles auf eine Karte setzte und sich mit einem spektakulären Sprung auf die Tagesbestweite von 133 Meter von Platz sechs auf zwei verbesserte. Dritter wurde der Slowene Anze Lanisek.
    Kubacki flog auf 127,0 und 121,5 Meter und holte damit seinen fünften Sieg in dieser Weltcup-Saison. Im Kampf um den Tournee-Gesamtsieg verkürzte er seinen Rückstand zu Granerud von 26,8 auf 23,3 Punkte.

    Tourneewertung nach drei Springen

    1. Halvor Egner Granerud 877,8 Punkte
    2. Dawid Kubacki 854,5
    3. Anze Lanisek 823,5
    4. Piotr Zyla 807,5
    5. Kamil Stoch 798,0
    6. Stefan Kraft 796,5
    7. Daniel Tschofenig 788,5
    8. Andreas Wellinger 776,4
    Philipp Raimund landete als bester Deutscher auf Rang 13. Andreas Wellinger fiel durch seinen 18. Rang in der Gesamtwertung auf den achten Platz zurück. Karl Geiger war in der Qualifikation gescheitert.

    Ich bin ohne große Ziele hergekommen. Dass es so gut läuft, macht es nur noch schöner.

    Philipp Raimund

    Den DSV-Adlern droht zum ersten Mal seit 2016/17 eine Tournee ohne einen Podestplatz bei einem Tagesspringen. "Es geht gerade sehr zäh, uns fehlen ein paar Meter. Die müssen wir im Laufe der Zeit finden, aber das geht nicht so schnell", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD.
    Der zuletzt formschwache Markus Eisenbichler schaffte es erstmals bei dieser Tournee in den zweiten Durchgang und durfte mit dem 22. Rang halbwegs zufrieden sein. Eine ordentliche Leistung zeigten Constantin Schmid und Pius Paschke auf den Positionen 26 und 28.

    Geiger: "Nicht aufgeben"

    "Es ist extrem schade und bitter, aber ich werde nicht aufgeben", sagte Geiger in dem Beitrag, der in der ARD während des ersten Durchgangs ausgestrahlt wurde.
    Schon am Donnerstag (16.30 Uhr/ZDF) ist er in der Quali für den Tournee-Abschluss in Bischofshofen gefordert. Dort will sich Geiger wieder stabilisieren. Das Bergisel-Debakel soll ein Ausrutscher bleiben, spätestens zur WM in Planica im Februar soll die gute Form wieder da sein.
    Dass ihn sein Patzer nachhaltig aus dem Tritt bringt, glaubt Horngacher nicht: "Karl hat schon so viele Höhen und Tiefen durchlebt. Der lässt sich nicht unterkriegen. Der kommt wieder nach oben - definitiv."
    Quelle: ZDF/dpa

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