In Frankreich: Großstädte mit Absage an WM-Public-Viewing

    In Frankreich:Großstädte mit Absage an WM-Public-Viewing

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    Französische Großstädte sagen "no" zum WM-Public-Viewing. Paris und andere Metropolen wollen damit gegen Gastgeber Katar protestieren.

    Public Viewing zur WM 2018 am Eiffelturm
    Public Viewing zur WM - wie hier 2018 - wird es im Herbst 2022 in Paris nicht geben
    Quelle: Bob Edme/AP/dpa

    Der Boykott französischer Städte gegen ein Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar weitet sich aus. Inzwischen haben sich auch Paris, Marseille, Bordeaux und Nancy dem Boykott angeschlossen, berichtet die Zeitung "Le Monde".

    Pariser Protest gegen die WM in Katar

    Zuvor hatten sich schon Straßburg, Lille und Reims dagegen entschieden, Spiele der WM 2022 in Katar (20. November bis 18. Dezember) öffentlich auf Großbildschirmen zu zeigen. 
    Wie der Pariser Beigeordnete für Sport, Pierre Rabadan, erklärte, sprächen die ökologischen und sozialen Umstände der WM gegen eine Übertragung. Ein weiterer Grund sei, dass das Turnier im Dezember stattfinde.

    Marseille: Unvereinbar mit Werten

    "Dieser Wettbewerb hat sich allmählich in eine menschliche und ökologische Katastrophe verwandelt, die mit den Werten, die wir durch den Sport und insbesondere den Fußball vermittelt sehen wollen, unvereinbar ist", erklärte die Stadt Marseille, wie "Le Monde" berichtet.

    Marseille, das den Werten des Teilens und der Solidarität im Sport stark verbunden ist und sich für den Aufbau einer grüneren Stadt einsetzt, kann nicht zur Förderung dieser Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar beitragen.

    Erklärung der Stadt Marseille

    Katar steht wegen Menschenrechtsverstößen und des Umgangs mit Gastarbeitern schon lange in der Kritik. In der Vergangenheit war es auch zu tödlichen Unfällen auf den WM-Baustellen gekommen. Die Regierung des Emirats verweist auf eigene Reformen und weist Teile der Kritik zurück.
    Quelle: dpa
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