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Fußball | WM-Qualifikation - Das Virus stellt die Mannschaft auf

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Am 25. März startet die DFB-Elf in die WM-Quali. Mit welchen Spielern, das bestimmt nicht allein der Bundestrainer - sondern wohl auch die britische Mutante des Coronavirus.

Nationalspieler Ilkay Gündogan gibt Anweisungen an seine Mitspieler
Darf er oder darf er nicht: Nationalspieler Ilkay Gündogan steht ebenso auf der Kippe wie Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Bernd Leno.
Quelle: imago/Sven Simon

Joachim Löw dürfte derzeit gespannt auf die Experten von Auswärtigem Amt, Gesundheits- und Innenministerium schauen. Wenn der scheidende Bundestrainer am Freitag den Kader nominieren wird, sprechen die Fachleute indirekt ein gewichtiges Wörtchen mit.

DFB-Elf mit drei Spielen in sechs Tagen

Denn sie bestimmen darüber, welche Länder als sogenannte Corona-Varianten-Gebiete eingestuft werden - und damit, ob Löw seine fünf England-Legionäre für die WM-Qualifikationsspiele gegen Island (25. März), Rumänien (28. März) und Nordmazedonien (31. März) berufen kann.

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Aktuell stünden die England-Profis lkay Gündogan (Manchester City), Timo Werner, Kai Havertz, Antonio Rüdiger (alle FC Chelsea) und Arsenal-Torwart Bernd Leno höchstens für das Auswärtsspiel in Rumänien am 28. März zur Verfügung. Die Voraussetzung dafür, um dort in die DFB-Blase einzutreten, wären zwei bis drei weitere negative Tests.

Heimspiele ohne Gündogan und Co.?

Für die Heimspiele in Duisburg gegen Island (25.) und Nordmazedonien (31.) fiele das Quintett wegen der aktuell gültigen Quarantäne-Anordnung aus - weil das Vereinigte Königreich als Mutanten-Gebiet gilt.

Ein Ausfall des formstarken Gündogan, von Offensivstammspieler Werner oder Abwehrsäule Rüdiger wäre eine massive Schwächung. Auch mit Blick auf die EM, für die sich Löws Team nur jetzt und bei den beiden Tests im Juni finden kann.

Die letzte Entscheidung werden die Trainer unmittelbar mit der Nominierung am Freitag treffen - auf Basis der dann gültigen behördlichen Vorgaben
DFB-Sprecher Jens Grittner

Europacup-Spiele in Budapest

Um die Quarantäne-Regelung zu umgehen, hätte der DFB seine Heimspiele verlegen und an einem neutralen Ort austragen können. Andere Verbände tun dies, auch im Europacup ist dieses Modell gängig wie in der Champions League mit dem Spielort Budapest.

Der DFB lehnte es für die März-Spiele jedoch ab, weil er der Diskussion um eine mögliche Sonderrolle des Fußballs nicht weiteren Vorschub leisten möchte.

"No" von Klopp und Guardiola

Die ist längst voll entbrannt - und erhält mit der WM-Quali neue Nahrung. Namhafte Trainer wie Jürgen Klopp (FC Liverpool) oder Gündogans Teammanager Pep Guardiola haben schon angekündigt, die Abstellung ihrer Spieler zu verweigern, sollten sie nach ihrer Rückkehr in Quarantäne müssen.

Die Stars würden schließlich von den Klubs bezahlt, betonte Klopp, "also bedeutet das, dass wir die oberste Priorität genießen müssen". Guardiola meinte: "Es macht keinen Sinn, sie werden nicht fliegen, sicher nicht."

Auch Bundesliga hegt Zweifel an WM-Quali

Auch deutsche Klubs halten die Qualifikation in Corona-Zeiten für absurd. "Es wird in der ganzen Bundesliga darüber nachgedacht, Spieler eventuell nicht abzustellen", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter.

Grundsätzlich finde ich es nicht gerade intelligent, dass man diese Spiele austrägt.
Adi Hütter

Die Verbände suchen deshalb nach Schlupflöchern - wie es die Vereine im Europacup vorgemacht haben. So spielt Europameister Portugal "zu Hause" in Turin gegen Aserbaidschan. Schottland dagegen bestand für das Spiel gegen Österreich auf seinem Heimrecht.

Tschechen und Slowaken ebenfalls in Not

Der Österreichische Fußballbund schrieb Bittbriefe an mehrere Bundesligisten und hofft auf die Gnade etwa des FC Bayern, damit die Münchner David Alaba trotzdem reisen lassen.

Auch Tschechien und die Slowakei, die ebenfalls auf der Virusvarianten-Liste stehen, bauen auf Entgegenkommen, müssen aber wohl zumindest bei ihren Heimspielen auf Stars wie Vladimir Darida (Hertha BSC) oder Ondrej Duda (1. FC Köln) verzichten. Norwegen kämpft um Erling Haaland und Co., die im britischen Gibraltar spielen sollen.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat die Gründe für seinen Rücktritt erläutert. Insbesondere soll sein Nachfolger genug Zeit im Hinblick auf die EM 2024 haben.

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