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Abschlussappell zu Afghanistan - Kramp-Karrenbauer gedenkt 59 Gefallenen

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Der Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ist mit Abschluss der Evakuierungen seit August 2021 final beendet. In einem Abschlussappell dankte die Verteidigungsministerin den Soldaten.

Etwa 90.000 deutsche Soldaten waren binnen 20 Jahren in Afghanistan, 59 Männer ließen dort ihr Leben. Heute wurde in Berlin ihr Einsatz gewürdigt.

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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat am Mittwoch an den Tod von insgesamt 59 Soldaten beim Einsatz in Afghanistan erinnert. Zugleich dankte die CDU-Politikerin den Männern und Frauen der Bundeswehr beim zentralen Abschlussappell in Berlin für den 20 Jahre lang in Afghanistan geleisteten Dienst.

Kein Einsatz zuvor hat die Bundeswehr so sehr geprägt wie dieser Einsatz in Afghanistan. Keiner zuvor war so lange, so intensiv, so gefährlich, sagte sie.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin

Bei dem Appell auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums waren auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) anwesend.

Die Machtübernahme der Taliban war zuletzt eine große Niederlage für die beteiligten Truppen und die verantwortliche Politik. ZDF-Korrespondentin Shakuntala Banerjee ordnet ein.

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Kram-Karrenbauer fordert ehrliche Bilanz

Die Bundeswehr habe ihren vom Parlament erteilten Auftrag erfüllt, so Kramp-Karrenbauer. Sie warnte aber vor überzogenen Erwartungen an den Einsatz von Militär im Ausland. Für eine ehrliche Bilanz sei festzustellen:

Deutschlands Anspruch in Afghanistan war größer als das, was die Bundeswehr hätte leisten können.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin

Kramp-Karrenbauer sagte zu den Leistungen der Bundeswehr: "Von Afghanistan ging 20 Jahre lang keine terroristische Bedrohung für das Bündnis aus. Sie alle haben quasi aus dem Nichts die afghanischen Sicherheitskräfte aufgebaut."

Eine Generation Männer und Frauen habe freier und sicherer aufwachsen können, so die Ministerin. "Doch es gibt auch einiges, was die Bundeswehr als Armee nicht kann: Der Aufbau einer Zivilgesellschaft, das Errichten einer Demokratie oder der Aufbau einer Wirtschaft sind nicht der Auftrag von bewaffneten Streitkräften."

Mit Blick auf den Sieg der militant-islamistischen Taliban sagte sie, die afghanischen Sicherheitskräfte seien gut ausgebildet worden.

Aber: Eine Armee muss wissen, wofür sie kämpft, sie braucht Rückhalt und Zusammenhalt. Beides, und das ist eine bittere Lektion, kann man von außen kaum ausbilden.
Annegret Kramp-Karrenbauer, Verteidigungsministerin

ZDFheute überträgt ab 19 Uhr den Großen Zapfenstreich.

Trümmer nach einem Autobombenanschlag in Afghanistan.

Nachrichten | Thema - Afghanistan 

Die USA und ihre Verbündeten haben nach 20 Jahren Krieg ihr Militär aus Afghanistan abgezogen. Die radikal-islamischen Taliban haben das Land zurückerobert. ...

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