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"Nie dagewesene Dimension offener Gewalt"

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Ausschreitungen in Stuttgart - "Nie dagewesene Dimension offener Gewalt"

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Randale, Plünderungen und Gewalttaten: Nach einer Drogenkontrolle ist in der Nacht die Stimmung in Stuttgart eskaliert. Polizei und Oberbürgermeister ziehen erste Bilanz.

Polizei und Politiker bescheinigen dem Gewaltausbruch in der Nacht in Stuttgart eine beispiellose Gewaltbereitschaft. Eine Drogenkontrolle eskalierte - mit randalierenden Personen aus der Party-Szene. Ein politischer Hintergrund wird ausgeschlossen.

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Mindestens 19 verletzte Polizeibeamte, mindestens 40 beschädigte und teils geplünderte Ladengeschäfte, 12 beschädigte Einsatzfahrzeuge und 24 Festnahmen sind die Zahlen der vergangenen Nacht.

Der Stuttgarter Polizeipräsident Frank Lutz sprach von einer "nie dagewesenen Dimension von offener Gewalt gegen Polizeibeamte" sowie massiven Sachbeschädigungen bis hin zu Plünderungen. "Es sind unglaubliche Geschehnisse, die mich fassungslos gemacht haben und die ich in den 46 Jahren Polizeidienst, die ich bislang hinter mir habe, noch nicht erlebt habe", sagte Lutz.

Gewalt "nicht akzeptabel"

"Was da in der Nacht geschehen ist, geht nicht", ergänzte Oberbürgermeister Fritz Kuhn auf der Pressekonferenz der Stadt. "Hier wurde eine deutliche Grenze überschritten." Die Stadt werde in den nächsten Tagen Schritte überlegen, um zu verhindern, dass sich eine Gewalteskalation wie diese noch einmal wiederholt. Was geschehen sei, sei "nicht akzeptabel", so Kuhn.

Wie die Polizei in Stuttgart am Nachmittag mitteilte, seien unter den Festgenommenen 12 deutsche Staatsbürger, die anderen 12 hätten andere Staatsangehörigkeiten. 14 der in Gewahrsam genommenen sind unter 21 Jahre alt. Sieben der Festgenommenen werden heute dem Haftrichter vorgeführt.

Der Stuttgarter Polizeipräsident Franz Lutz sprach von einer «nie dagewesenen Dimension von offener Gewalt gegen Polizeibeamte» - und kündigte an, in den kommenden Wochen mit verstärkten Kräften in der Innenstadt unterwegs sein zu wollen.

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Ausmaß nicht vorhersehbar

Schon vor vier Wochen hatte es Einsätze wegen Randale auf dem Stuttgarter Schloßplatz gegeben von Mitgliedern der sogenannten Stuttgarter "Eventszene" , erläuterte Polizeipräsident Lutz. Aufgrund dessen war man vergangene Nacht schon mit doppelt so viel Polizeibeamten im Einsatz gewesen als üblich.

Einen links motivierten Hintergrund schließt die Polizei derzeit aus. Vielmehr handelte es sich um gezielte Angriffe auf Polizeibeamte. In den vergangenen Wochen habe man beobachtet, dass oft bei Einsätzen Polizisten aus der Menge heraus angegriffen würden. Polizeichef Lutz appellierte an junge Menschen, "sich ganz klar zu distanzieren und nicht vor den Karren spannen zu lassen, wenn Menschen gegen die Polizei agitieren".

Der Beruf der Einsatzkräfte wird immer gefährlicher.

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Ermittlungsgruppe gegründet

Die Kriminalpolizei wurde inzwischen eingeschaltet und hat die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund der vorhandenen Videoaufnahmen gehen die Beamten davon aus, dass in den nächsten Tagen weitere Festnahmen erfolgen werden, so Stuttgarts Polizeipräsident Lutz.

Auslöser war eine nächtliche Kontrolle wegen eines Drogendelikts gewesen. Sofort hätten sich 200 bis 300 Personen mit der kontrollierten Person solidarisiert und die Beamten mit Steinen und Flaschen beworfen und auch persönlich massiv angegriffen. Auf dem Schlossplatz hatte sich die Zahl der Gewaltbereiten auf 400 bis 500 Personen erweitert, die ebenfalls die Beamten angriffen.

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von Julia Klaus
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