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Forderung der Leopoldina - Söder unterstützt "harten Lockdown"

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Geschäfte zu und längere Weihnachtsferien - mit so einem "harten Lockdown" wollen Experten die Corona-Zahlen drücken. Unterstützung bekommen sie aus Bayern.

Das bayerische Kabinett hat verschärfte Corona-Maßnahmen beschlossen. Ministerpräsident Söder verteidigt die Entscheidung im Landtag. Sehen Sie hier die ganze Regierungserklärung.

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder unterstützt den von der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina geforderten "harten Lockdown" mit Geschäftsschließungen ab Weihnachten. Wenn das eine Empfehlung der Ministerpräsidentenkonferenz werde, werde Bayern dies auch machen, sagte der CSU-Chef in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag. Er sagte:

Die Wissenschaft macht die Diagnose, die Politik muss die Therapie liefern.

Er habe sich mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) lange darüber ausgetauscht und beide seien zu diesem Schritt bereit. Bisher hatte die Koalition von CSU und Freien Wählern diesen Schritt gescheut und setzt bei einer ab Mittwoch geltenden Verschärfung der Infektionsschutzmaßnahmen auf Einschränkungen an Schulen, auf landesweit strengere Ausgangsbeschränkungen und nächtliche Ausgangssperren in Hotspots sowie mehr Schutz für die Bewohner in Alten- und Pflegeheimen.

Söder sagte aber auch, für einen "harten Lockdown" brauche es einheitliche Regelungen für ganz Deutschland. Er sieht dabei den Bund in der Pflicht, weitere Finanzhilfen bereit zu stellen: "Allerdings brauchen wir Unterstützung für den Handel, begleitende Maßnahmen."

Was die Leopoldina fordert

Angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen fordert die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina eine drastische Verschärfung der Corona-Beschränkungen bereits ab kommender Woche. Die Feiertage und der Jahreswechsel sollten für einen "harten Lockdown" genutzt werden, um die deutlich zu hohen Neuinfektionen schnell zu verringern, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme.

In einem ersten Schritt sollte die Schulpflicht ab kommendem Montag (14.
Dezember) bis zu den Weihnachtsferien aufgehoben werden. Ab 24.
Dezember bis mindestens 10. Januar sollte dann "in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen". In einem solchen "harten Lockdown" sollten alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen notwendigen Waren schließen.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt ab Weihnachten einen harten Lockdown. "Die bisherigen Maßnahmen sind nicht ausreichend, um die Zahlen in Deutschland nach unten zu bringen", so Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel …

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Homeoffice müsse, wo möglich, die Regel sein. Soziale Kontakte seien auf einen sehr eng begrenzten Kreis zu reduzieren. Die Weihnachtsferien in Bildungseinrichtungen und ein eingeschränkter Betrieb in Firmen und Behörden böten nun die Chance, in der Pandemie-Eindämmung ein großes Stück voranzukommen.

Zwar erhöhten sich so kurzfristig Wertschöpfungsverluste. "Aber zugleich verkürzt sich der Zeitraum, bis die Neuinfektionen so weit gesunken sind, dass Lockerungen möglich sind", erläutern die Wissenschaftler.

Söder wirbt um Zustimmung des Landtags

Söder verteidigte zudem die vom Kabinett beschlossene Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern als unbedingt notwendig. "Wir müssen nachlegen", sagte er. Dies sei auch nicht "alarmistisch", sondern die Wahrheit und die Realität.

Söder bat den Landtag um Zustimmung zu den vom Kabinett am Sonntag beschlossenen verschärften Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern. "Es geht um die Sicherheit Bayerns", sagte er. "Es geht um den Grundauftrag eines Parlaments, Land und Menschen zu beschützen."

Corona Warnhinweisen: Weihnachten (Symbolbild)

Experten-Appell an Politik - Leopoldina empfiehlt harten Lockdown 

Die Wissenschaftsakademie Leopoldina, die die Bundesregierung in der Corona-Krise berät, spricht sich für einen harten Lockdown nach Weihnachten aus.

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