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Söder: "Mehr Maske, weniger Alkohol"

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Bayern verschärft Corona-Regeln - Söder: "Mehr Maske, weniger Alkohol"

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Bayern verschärft die Corona-Maßnahmen: Auf öffentlichen Plätzen soll die Maskenpflicht ausgeweitet und Alkohol verboten werden - über die Umsetzung entscheiden aber die Kommunen.

Markus Söder spricht während einer Pressekonferenz
Markus Söder während der Pressekonferenz.
Quelle: epa

Angesichts der stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen verschärft München die Schutzmaßnahmen weiter. Man müsse einen weiteren "General-Lockdown" vermeiden, der erhebliche Schäden zufolge haben würde, sagte Ministerpräsident Markus Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Priorität habe die Erhaltung von Wirtschaft und Arbeitsplätzen sowie der Vollbetrieb an Schulen und Kitas, sagte Söder.

Weniger Personen bei Treffen erlaubt

Man müsse nun lokal und regional handeln - dort , wo es zu einem verstärkten Infektionsgeschehen kommen könnte, müsse man schnell reagieren. So soll immer bei einer Überschreitung von 50 Neuinfektionen in einer Region in sieben Tagen ein Maßnahmenpaket greifen, sagte Söder.

Das Paket sehe zum einen eine Ausweitung der Maskenpflicht vor - die Kommunen sollen selbst entscheiden, an welchen öffentlichen Plätzen dies von Nöten sein werde.

Es geht um Leitplanken, nicht um Stoppschilder.
Markus Söder

Ebenso gelte die Möglichkeit eines Alkoholverbotes auf öffentlichen Plätzen - auch hier sollten die Kommunen entscheiden, wann und wo sie dieses einsetzen werde. Die Möglichkeit, die Sperrstunde in der Gastronomie auf 23 Uhr zu verkürzen, bestünde ebenfalls. Desweiteren werde die erlaubte Zahl an Personen bei privaten Treffen auf 25 im Inneren und auf 50 im Außenbereich reduziert.

Zehn Millionen Schnelltests geordert

Bayern ordert nach Angaben von Ministerpräsident Söder zehn Millionen Schnelltests. Zudem gebe das Land 50 Millionen Euro für ein Lüftungsprogramm für Schulen und Kitas aus, sagte der CSU-Chef nach der Kabinettssitzung in München.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger appellierte an Kommunen, im Herbst und Winter sogenannte Heizpilze für die Bewirtung zuzulassen. Dies sei wichtig, um in Corona-Zeiten bei sinkenden Temperaturen dennoch ein Geschäft im Außenbereich zu ermöglichen und das Infektionsrisiko zu minimieren, sagte der Chef der Freien Wähler.

Supercup-Besucher müssen in Quarantäne

Verschärft hat das Kabinett auch seine Einreise-Quarantäneverordnung und strich eine bislang vorgesehen Ausnahmeregel. Demnach sind Sport-Anhänger bei Aufenthalten von weniger als 48 Stunden in Risikogebieten nicht mehr von der Quarantänepflicht befreit. Fußball-Fans aus Bayern müssen bei einer Reise zum Supercup-Finale des FC Bayern in Budapest nach der Rückkehr zum Corona-Test oder in Quarantäne. Dasselbe gilt für Reisen zu Kulturveranstaltung oder aus Freizeitgründen.

"Das trifft insbesondere das Thema Supercup", sagte Söder. Er appellierte erneut, dass Anhänger auf einen Besuch des Champions-League-Siegers FC Bayern am Donnerstag gegen Europa-League-Gewinner FC Sevilla verzichten sollten: "Jeder soll sich das nochmal ganz genau überlegen, ob das sinnvoll ist, denn Budapest ist ein Hochrisikogebiet."Für Geschäftsreisende bleibt die bisherige Ausnahmeregel bestehen.

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