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Air Base in Ramstein : Blinken und Maas: Ausreise ermöglichen

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Auf der Air Base Ramstein haben US-Außenminister Blinken und Amtskollege Maas die Lage in Afghanistan beraten. Sie betonten, die Ausreise aus dem Land müsse weiter möglich sein.

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan haben Bundesaußenminister Heiko Maas und sein US-Kollege Antony Blinken über die dortige Lage beraten. Bei einem Treffen auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz bekräftigte Blinken noch einmal die "bemerkenswerte Partnerschaft" mit Deutschland.  Maas sagte, das Treffen setze "die gute und enge Kooperation mit Blick auf Afghanistan weiter fort."

USA und Deutschland besorgt

Maas und Blinken äußerten sich besorgt über die Zusammensetzung der Regierung in Kabul. "Die Meldungen stimmen uns nicht optimistisch", sagte Maas. Wie Maas forderte auch Blinken, dass weitere Menschen aus Afghanistan ausreisen können. "Diese Charterflüge müssen fliegen können", sagte Blinken.


Die weiteren Beziehungen hingen nun maßgeblich vom Verhalten der Taliban ab, sagten beide Außenminister. Maas betonte, dass die Weltgemeinschaft zwar humanitäre Hilfe leisten werde. Eine Isolation Afghanistans sei nicht im Interesse der Taliban.

Nothilfe soll fortgesetzt werden

Die Europäische Union (EU) will ihre Nothilfe für Afghanistan fortsetzen - die neue Taliban-Regierung aber genau im Auge behalten. "Die Europäische Union ist bereit, weiter humanitäre Hilfe zu leisten", sagte der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maros Sefcovic. Längerfristig hingen Gelder aber davon ab, ob die neuen Machthaber in Kabul Grundfreiheiten aufrechterhielten. "Wir schauen uns sehr, sehr genau an, wie sich die neue Regierung verhält, bevor wir uns engagieren."

Die Vereinten Nationen haben vor dem Zusammenbruch der Grundversorgung in Afghanistan gewarnt. Auch die Bundesregierung hat vor einer humanitären Krise gewarnt.

Die USA zeigten sich besorgt über einzelne Mitglieder der Übergangsregierung der Taliban sowie deren Werdegang und Vorgeschichte. "Die Welt schaut genau hin", erklärte das Außenministerium in Washington und verwies darauf, dass es keine Frauen im Kabinett gebe.

London will Taliban an Taten messen

Auch Großbritannien hätte sich mehr Diversität in der Regierung gewünscht, wie ein britischer Regierungssprecher in London mitteilte. "Wir werden die Taliban weiterhin an ihren Taten messen." Auch Russland und Indien erklärten Regierungskreisen zufolge in gemeinsamen Beratungen, die Taliban müssten sich an ihre Zusagen halten. Die in Afghanistan operierenden ausländischen Gruppen seien eine Gefahr für die gesamte Region.

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China betrachte die Einsetzung einer neuen Regierung als notwendigen Schritt zum Wiederaufbau Afghanistans, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking. "Wir hoffen, dass die neuen afghanischen Behörden den Menschen aller Ethnien und Fraktionen umfassend zuhören werden, um den Wünschen der eigenen Bevölkerung und den Erwartungen der internationalen Gemeinschaft gerecht zu werden."

Tokio im "praktischen Dialog"

China respektiere die Souveränität, Unabhängigkeit und territoriale Integrität Afghanistans. In Tokio erklärte die Regierung, Japan werde das Vorgehen der Taliban beobachten. Man stehe im "praktischen Dialog" mit den Taliban und tue das Möglichste, um die Sicherheit der japanischen Staatsangehörigen und der Ortskräfte zu gewährleisten, sagte ein Regierungsvertreter.


Die Taliban hatten rund drei Wochen nach der Einnahme Kabuls am Dienstag eine Übergangsregierung ernannt.

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