Sie sind hier:

Corona-Lage in Deutschland - Spahn: "Das Virus wird bleiben"

Datum:

Das Coronavirus wird nicht verschwinden, sagt Gesundheitsminister Spahn. Im Gegenteil: jeder Mensch werde irgendwann in Kontakt damit kommen. Deshalb rät er zur Impfung.

Spahn und Wieler werben für Impfungen und warnen vor Übermut.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Jeder Mensch wird nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn einmal in seinem Leben in Kontakt mit Covid-19 kommen - entweder durch eine Impfung oder eine Infektion. "Das Virus wird bleiben", betonte er bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Jeder wird dieses Virus sozusagen erleben, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich würde im Zweifel immer empfehlen, die Immunität durch Impfung erreichen zu wollen und nicht durch das Durchmachen der Infektion und möglicherweise der Erkrankung.
Jens Spahn

Förderprogramm für Medikamenten-Entwicklung

Das Impfen nehme der Pandemie und der Infektion den Schrecken, eine wirkungsvolle Medikamenten-Therapie aber einer schweren Covid-19-Erkrankung, sagte der CDU-Politiker.

Deshalb kündigte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ein Förderprogramm mit einem Volumen von 300 Millionen Euro zur Entwicklung von Covid-19-Medikamenten an. Damit werde die klinische Entwicklung bis zur Zulassung neuer Arzneimittel gefördert, sagt die CDU-Politikerin. Dies sei notwendig für eine spätere Zulassung.

Die Entwicklung dieser Medikamente sei "äußerst kostenintensiv" und könne von den beteiligten Unternehmen oft nicht alleine getragen werden. Mit der gemeinsamen Förderung von Forschungs- und Gesundheitsministerium sollten Herstellungskapazitäten am Standort Deutschland "aufgebaut und ausgeweitet" werden.

Einheitliche Regeln für Einreisen

Spahn betonte mit Blick auf die Zahlen:

Wir müssen jetzt sehr aufpassen, dass die Zuversicht nicht zu Übermut wird. Und dass wir nicht ein Zuviel an Kontakten haben und an Lockerungen.
Jens Spahn

Die Frage, wie der Juli und August werden, entscheide sich nämlich nicht jetzt, sondern in vier bis sechs Wochen.

Das Kabinett habe erstmals bundeseinheitliche Regeln für Einreisen nach Deutschland beschlossen, nachdem es bisher Verordnungen der Länder gab, sagte der Gesundheitsminister. Demnach sollen unter anderem für vollständig Geimpfte und Genesene Testpflichten und Quarantänevorgaben wegfallen - es sei denn man kommt aus einem Gebiet mit ansteckenderen Virus-Varianten.

Mitarbeiter einer Fluggesellschaft warten am Flughafen Frankfurt. Archivbild

Verschärfte Reiseauflagen - Das sind derzeit Corona-Hochrisikogebiete 

Wegen sehr hoher Infektionszahlen stuft die Regierung einige Länder jetzt als Hochrisikogebiet ein. Es gelten verschärfte Reiseregeln. Ein Überblick.

RKI-Präsident sieht Deutschland auf gutem Weg

"Das Virus wird jeden Deutschen infizieren, der nicht geschützt ist durch eine Impfung", betonte auch der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. Ähnlich hatte sich auch der Virologe Christian Drosten am Mittwoch geäußert.

Wieler zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Corona-Lage in Deutschland. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte er. Die Inzidenz der Neuinfektionen sinke derzeit in allen Bundesländern und allen Altersgruppen.

Allerdings gebe es weiter Anlass zur Vorsicht, auch weil die Inzidenzen bei Jüngeren hoch sind und nicht alle Älteren geimpft sind. "Die Situation ist also weiter ernst."

Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich 100er-Schwelle

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich bei sinkenden Fallzahlen nun der Schwelle von 100. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8).

Die Schwelle von 100 ist in der sogenannten Bundesnotbremse für besonders hohes Infektionsgeschehen genannt - wird sie in einer Region für mehrere Tage über- oder unterschritten, müssen schärfere Maßnahmen greifen oder können wieder ausgesetzt werden.

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.