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Wissler & Bartsch - Wahlkampf: Startschuss für Linken-Spitzenduo

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Ziel zweistellig: Die Linke zieht mit Janine Wissler und Dietmar Bartsch in den Bundestagswahlkampf. Beide fordern den sozialen Umbau.

Janine Wissler und Dietmar Bartsch als Spitzenduo
Janine Wissler und Dietmar Bartsch sollen die Linke in den Bundestagswahlkampf führen
Quelle: Reuters

Co-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow gab den Startschuss: Auch die Linke "greift jetzt in den Wahlkampf ein". Der Vorstand habe Janine Wissler und Dietmar Bartsch mit knapp 87 Prozent zum Spitzenduo gekürt, sagte sie am Montag in Berlin.

Fraktionschef Bartsch gab ein prozentual zweistelliges Ergebnis als Ziel bei der Wahl im September aus: "Je stärker die Linke, desto sozialer das Land." In Umfragen liegt die Partei derzeit allerdings unter zehn Prozent, teils sogar knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

Janine Wissler und Dietmar Bartsch führen die Linke als Spitzenkandidaten in den anstehenden Bundestagswahlkampf. Eine Einschätzung des ZDF-Korrespondenten Karl Hinterleitner.

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Hennig-Wellsow: Mehrheit links der Union

Bei einer möglichen Koalitionsbildung mit Grünen und SPD könnte die Linke indes eine wichtige Rolle spielen. Eine theoretische Regierungsoption wäre eine Koalition mit Grünen und SPD. "Eine progressive Mehrheit links der Union ist möglich, und viele wünschen sich eine solche Regierung", sagte Hennig-Wellsow.

Inhaltlich strebt die Linke die "Umverteilung von den Reichen zu den ärmeren Leistungsträgern" an, so Bartsch: "Wir kämpfen für die Millionen, die zu Mini-Löhnen schuften müssen", für diejenigen, die nach einem Vollzeit-Job nur Mini-Renten bekämen.

Harte Arbeit müsse besser entlohnt, soziale Berufe müssten aufgewertet werden, sagte auch Co-Parteichefin Wissler. Konkret fordert sie einen Mindestlohn von 13 Euro und ein Ende von Kettenverträgen, Befristungen, Mini-Jobs oder Leiharbeit.

Erst im Februar hat die Linke mit Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow ein neues Führungsduo gewählt. Doch der erhoffte Aufbruch ist bislang ausgeblieben.

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Wissler: Es geht nicht um kleine Korrektur

Corona habe die Probleme noch einmal "dramatisch offengelegt", erklärte Bartsch: Die "wahren Leistungsträger" würden erbärmlich bezahlt. Leistung müsse sich wieder mehr lohnen, "klatschen reicht nicht". Zudem dürften nicht die Kassiererin und nicht die Krankenpflegerin "diese Krise bezahlen".

Wir sind nicht die Partei der Stellschrauben.
Linken-Co-Chefin Wissler

"Superreiche und Krisengewinner wie Amazon" müssten "endlich angemessen Steuern zahlen", forderte Wissler. Es gehe dabei nicht um kleine Korrekturen, "es geht um einen Richtungswechsel". Bartsch sprach von einem "Marshallplan für öffentliche Infrastruktur" und eine Erneuerung der Sozialsysteme, in die alle einzahlen sollten. Wissler erklärte:

Während Bartsch offen für ein grün-rot-rotes Bündnis nach der Wahl ist, äußerte sich Wissler dazu bisher deutlich zurückhaltender. Knackpunkt könnte das Thema Außen- und Verteidigungspolitik sein. Bei den Linken gibt es immer wieder Debatten darüber - besonders über die Rolle Deutschlands in der Nato, was einer Zusammenarbeit mit Grünen und vor allem der SPD im Wege stehen könnte.

Die Linke und die Bundestagswahl - Gefährlich nah an der Fünf-Prozent-Grenze 

Die neue Führung wird nicht gemeinsam in den Bundes-Wahlkampf ziehen - heute stellt die Linke ihre Spitzenkandidaten vor. Ansonsten gibt's in der Partei noch jede Menge Baustellen.

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von Heike Slansky
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