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Gesundheitsminister - Spahn: "Es braucht einen Lockdown"

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Gesundheitsminister Spahn wirbt für konsequente und möglichst einheitliche Maßnahmen gegen steigende Corona-Zahlen. Es brauche einen Lockdown, um die aktuelle Welle zu brechen.

Gesundheitsminister Spahn fordert ein schnelles und bundesweit einheitliches Handeln gegen die Pandemie. Ohne Lockdown könne die aktuelle Corona-Welle nicht gebrochen werden.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat mit Blick auf die aktuelle Corona-Lage ein entschlossenes und gemeinsames Handeln gefordert. Zuletzt seien über 25.000 neue Infektionen gemeldet worden, das seien zu viele. Spahn warb eindringlich für konsequente und möglichst bundeseinheitliche Maßnahmen gegen die steigenden Infektionszahlen.

Meines Erachtens wäre eine Bund-Länder-Runde eigentlich das richtige Format dafür.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Eine kurze Rücksprache reiche jedenfalls angesichts der Lage nicht, erklärte der CDU-Politiker. "Ich empfehle uns allen, den Parteienstreit - Wahljahr hin oder her - herunterzufahren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, die Bekämpfung der Pandemie", sagte Spahn. "Es braucht einen Lockdown, um die aktuelle Welle zu brechen."

Um die dritte Corona-Welle zu brechen fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bundeseinheitliche Maßnahmen. Auch sprach er sich für weitere Bund-Länder-Konferenzen aus.

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Spahn: Kontakte reduzieren

Dabei spiegelten die zuletzt niedrigeren Zahlen wegen der Osterfeiertage höchstwahrscheinlich nicht das wahre Infektionsgeschehen wieder, sagte Spahn. In den Krankenhäusern zeige sich, wie ernst die Situation tatsächlich sei. Es gebe schon wieder fast 4.500 Patienten auf Intensivstationen. "Wenn es so weitergeht, sind es zu viele für unser Gesundheitssystem."

Spahn betonte, man müsse möglichst rasch die dritte Welle brechen. "Das heißt Kontakte reduzieren und Mobilität runterfahren." Dabei gehe es um drei Bereiche: private Treffen, Kontakte am Arbeitsplatz und Schulen und Kitas.

Schul- und Kitakinder müssten mindestens zwei Mal die Woche getestet werden können. Auch in Betrieben müsse getestet werden und die Homeoffice-Pflicht stärker eingefordert. Private Kontakte sollten so gut es geht eingeschränkt werden, notfalls auch mit nächtlichen Ausgangssperren.

Deutsche Intensivstationen - "Die Lage ist wirklich sehr dramatisch" 

Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland ist sehr dramatisch, sagte der Präsident der DIVI, Gernot Marx, im ZDF-Morgenmagazin. Er fordert einen harten Lockdown.

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Wieler: Intensivregister-Zahlen besorgniserregend

RKI-Präsident Lothar Wieler betonte, man könne die derzeitige dritte Welle nicht mehr verhindern, aber abflachen. Auch Wieler wies darauf hin, dass die Fallzahlen und 7-Tage-Inzidenzen im Moment nicht so zuverlässig seien. Das liege hauptsächlich daran, dass es über die Feiertage weniger Arztbesuche gegeben habe.

Ab Mitte nächster Woche sei wieder mit aussagekräftigeren Zahlen zu rechnen. Entscheidend sei die Entwicklung in den Krankenhäusern. Immer mehr jüngere Menschen seien betroffen. Die Daten aus dem Intensivregister seien besorgniserregend. Es sei absehbar, dass die Krankenhäuser und Intensivstationen massiv belastet würden. "Die Intensivstationen füllen sich rasant."

Der RKI-Chef rechnet ab Mitte nächster Woche mit verlässlichen Infektionszahlen. Die Entwicklung in den Krankenhäusern zeige bereits eine drohende Überlastung, auch des Personals.

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Wieler rief dazu auf, das Virus ernst zu nehmen. Basis bleibe die Reduzierung von Kontakten und das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln. Hinzu kämen Tests und Impfungen. Schutzmaßnahmen dürften trotz der Tests nicht aufgegeben werden.

Wir können das Virus nicht wegtesten.
Lothar Wieler, RKI-Präsidet

Spahn sieht positive Entwicklung beim Impfen

Beim Impfen sei man auf einem guten Weg, sagte Gesundheitsminister Spahn. In den vergangenen Tagen seien so viele Menschen geimpft worden, wie nie zuvor. Das sei darauf zurückzuführen, dass mehr Impfstoffe verfügbar gewesen seien und die Hausärzte in die Corona-Impfungen eingestiegen seien. Aktuell hätten 14,7 Prozent der Deutschen eine erste Impfung erhalten.

Spahn sagte außerdem, das RKI sei zu dem Schluss gekommen, dass das Risiko, dass vollständig Geimpfte das Virus weitergeben, noch geringer sei als bei negativ Getesteten. "Das heißt, wir können jeden, der die zweite Dosis erhalten hat zwei Wochen später so behandeln, als hätte er gerade aktuell einen negativen Test gemacht." Das sei kein Privileg oder Sonderrecht. Jeder könne sich kostenlos testen lassen, so Spahn.

RKI-Zahlen: 25.464 Corona-Neuinfektionen

Nach Daten vom Freitag haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI binnen eines Tages 25.464 Corona-Neuinfektionen gemeldet, gut 3.500 mehr als vor einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 296 neue Todesfälle verzeichnet, gut 60 mehr als vor einer Woche.

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