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Pressekonferenz zur Corona-Lage - RKI und Spahn: Dank und Durchhalteparolen

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Angesichts der nicht mehr so rasant steigenden Fallzahlen, haben RKI und Bundesgesundheitsminister Spahn zum Durchhalten aufgerufen. So könne die dritte Welle gebrochen werden.

Gesundheitsminister Jens Spahn erklärt zur Aufhebung der Impfpriorisierung im Juni in Deutschland, dass er zuversichtlich sei. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es aber nicht.

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Der Vize-Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lars Schaade, hat sich ausdrücklich bei den Bürgern für die Disziplin über Ostern bedankt:

Damit haben Sie alle das Virus etwas gebremst.
Lars Schaade, Robert-Koch-Institut

 

Die Mobilität in Deutschland sei deutlich zurückgegangen, infolge stiegen die Fallzahlen offenbar nicht mehr so rasant an. Für eine Entwarnung sei es jedoch zu früh. Jetzt sei es wichtig, die Einschränkungen auch weiterhin zu beachten. "Diese Wochen sind für uns alle schwer, umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft alle zusammenstehen", sagte Schaade bei der Bundespressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage.

Schaade bittet um Solidarität mit Jüngeren

Derzeit steige die Zahl der Neuinfektionen vor allem in der Altersgruppe der 30- bis 59-Jährigen. Diese Gruppe sei genau wie Jugendliche zum Großteil noch nicht geimpft. Er erinnerte daran: "Die meisten Menschen sind noch nicht geimpft."

Den aktuellen Impf-Fortschritt sehen Sie hier:

Diese jüngeren Menschen hätten sich bislang sehr stark eingeschränkt und damit die Älteren geschützt. Jetzt seien sie weiter auf die Solidarität der Gesellschaft angewiesen, die sie "selbst so lange gezeigt haben".

RKI warnt vor schweren Verläufen

Denn auch für Jüngere und Gesunde "ist dieses Virus nicht harmlos", sagt Schaade. "Schwere Verläufe können auch bei Jüngeren auftreten." Und jüngste Studien zeigten, dass zehn Prozent der Infizierten Long-Covid-Symptome aufwiesen.

Lassen sie uns weiter solidarisch sein, um schwere Verläufe zu verhindern.
Lars Schaade, RKI

Spahn ruft zum Durchhalten auf

Angesichts der ab Samstag geltenden Bundes-Notbremse, die unter anderem nächtliche Ausgangssperren vorsieht, rief auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Menschen zum Durchhalten auf. Die Ausgangsbeschränkungen stünden seit Anfang März mit Beschluss von Bund und Ländern ab einer Inzidenz von 100 im Instrumentenkasten bereit und würden jetzt umgesetzt, sagte Spahn. Auch die Kontaktbeschränkungen seien "ein sehr starker Freiheitseingriff".

Das ist hart, das fällt schwer, jedem von uns.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Der Minister betonte jedoch, dass das eine Übergangszeit sei. Jetzt gehe es darum, die Welle zu brechen, um dann - auch mit Hilfe von Tests - deutlich mehr öffnen zu können. Spahn nannte dabei die Außengastronomie, Theater, Einzelhandel und Fußball.

[Was bei welchen Inzidenzen gilt, lesen Sie hier]

Nach Angaben des Ministers sind bislang rund 18,5 Millionen Deutsche mindestens einmal geimpft. Das entspreche einer Quote von etwa 22 Prozent, sagte Spahn. Sieben Prozent hätten einen vollen Schutz aus Erst- und Zweitimpfung. Er bekräftigte, im Verlauf des Junis könne die Priorisierung aufgehoben werden.

Das heißt nicht, dass wir dann alle im Juni impfen können.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Das Impfen werde sich bis in den Sommer hinein ziehen. Spahn hatte am Donnerstag angekündigt, dass im Juni voraussichtlich die Priorisierungen aufgehoben werden können, die den Zugang zu den Impfungen bislang noch an bestimmte Voraussetzungen knüpfen. Möglich werden soll dies durch die deutlich gestiegene Menge an Impfstofflieferungen.

Sommer klingt im April noch weit weg, aber in Wahrheit ist es nicht so weit.
Jens Spahn

Mut in Hinblick auf die steigende Impfquote machte auch der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek. "Wir freuen uns auf vier zugelassene Impfstoffe", sagte er. Cichutek betonte, auch das Vakzin von Johnson & Johnson sei sicher und wirksam, vor allem bei den über 60-Jährigen.

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