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Kampf gegen Corona - RKI-Chef: Verhalten ist mächtigstes Werkzeug

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RKI-Chef Wieler sieht nach der positiven Corona-Entwicklung nun "deutliche Signale einer Trendumkehr". Das mächtigste Werkzeug gegen die Pandemie sei unser Verhalten.

Deutschland im Shutdown – und die Zahlen? Die stagnieren, ja steigen sogar wieder leicht an. Für RKI-Chef Wieler ein Zeichen, nicht mit den Bemühungen gegen Corona nachzulassen.

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Wenige Tage vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik hat der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, große Vorsicht bei möglichen Öffnungsschritten angemahnt. Die Bürgerinnen und Bürger müssten im Umgang mit der Pandemie "weiter wachsam" sein:

Ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle hinein.
Lothar Wieler, RKI

Wieler sieht dennoch viele positive Entwicklungen - die Maßnahmen zeigten Wirkung. Es gebe auch Hinweise auf erste messbare Positiv-Effekte der Impfkampagne. Dennoch stagnierten die Fallzahlen. Die Zahl der Intensivpatienten sinken zwar bundesweit, in zwei Bundesländern gingen sie aber wieder nach oben.

Die Corona-Impfkampagne zeigt laut Gesundheitsminister Jens Spahn erste Erfolge.

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Wieler: Deutliche Signale einer Trendumkehr

Die Mutanten machten die Pandemie-Bekämpfung schwieriger. Die Variante B117 breite sich rasch aus und sei "deutlich gefährlicher, und zwar in allen Altersgruppen". Nach der positiven Entwicklung zu Jahresbeginn stelle er nun "deutliche Signale einer Trendumkehr" fest.

"Wir alle wollen unseren Alltag zurück", betonte der RKI-Chef. "Das erreichen wir nur, wenn wir die Fallzahlen dauerhaft senken." Wieler rief dazu auf, die Kontakte weiterhin zu beschränken, vor allem in Innenräumen.

Das mächtigste Werkzeug sei unser Verhalten - und dazu gehöre auch, sich impfen zu lassen, appellierte Wieler. Impfungen könnten auch das Risiko verringern, schwer an Covid-19 zu erkranken. Ein Impfangebot mit Astrazeneca abzulehnen, sei "fachlich, sachlich nicht gerechtfertigt", sagte er mit Blick auf die Akzeptanzprobleme des Mittels in Deutschland. Auch dieses Präparat sei "sehr, sehr wirksam".

Spahn: Impfstrategie geht auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hob die positive Entwicklung bei den Impfungen hervor. In manchen Bundesländern sei bereits die Mehrheit der über 80-Jährigen geimpft. Die Inzidenz in dieser Gruppe sei von fast 200 Fällen pro 100.000 Menschen binnen sieben Tagen im Februar auf nun 70 gesunken.

Dies zeige, dass die Strategie zur Priorisierung der älteren Bürgerinnen und Bürger bei den Impfungen aufgehe, sagte der Minister.

Das dauert länger zu Beginn, aber es rettet Leben.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister

Auch sonst gewinne die Impfkampagne an Fahrt: Viereinhalb Prozent der Bevölkerung hätten eine erste Impfung erhalten, etwa zwei Prozent die zweite. Die Kapazität müsse aber ausgeweitet werden - zu viel Impfstoff lagere noch in Kühlschränken. Die Impfverordnung werde so geändert, dass künftig auch Arztpraxen impfen können, so Spahn.

Flankierend zur Impfkampagne müssten die Testungen ausgeweitet werden, auch der Einsatz von Schnelltests sei wichtig. Diese würden künftig zum Alltag gehören. Spahn warnte aber davor, sich dann in Sicherheit zu wähnen.

Minister: Bei Lockerungen behutsam vorgehen

Auch der Gesundheitsminister warnte vor zu großen Hoffnungen auf Lockerungen bei den Bund-Länder-Gesprächen am kommenden Mittwoch. Zwar gebe es "ein Bedürfnis" nach Schritten aus dem Shutdown, sagte er. Dabei müsse aber "behutsam" vorgegangen werden - und es bedürfe einer umfassenden Strategie:

Vorsicht, Impfen, Testen sind drei wichtige Bestandteile für unseren Weg.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister

Die Notärztin und Pandemie-Beauftragte der Stadt Tübingen, Lisa Federle, warb für eine Ausweitung der Teststrategie, wie das in Tübingen seit langem praktiziert werde. Breites Testen sei zwingend, wenn man nicht "mit Wumms in eine dritte Welle rauschen" wolle. Das müsse zum Alltag dazu gehören, quasi wie Zähneputzen. Testen sei auch ein probates Mittel, um Ohnmacht und Angstgefühle der Bevölkerung mindestens abzumildern.

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) warnt: Schnelltests nicht überschätzen.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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