Sie sind hier:

Corona-Kabinett : Schulschließungen nur allerletztes Mittel

Datum:

Das Corona-Kabinett hat über weitere Maßnahmen in der Pandemie beraten.

Vogelperspektive der Bundespressekonferenz
Vogelperspektive der Bundespressekonferenz
Quelle: dpa

Es habe eine Bestandsaufnahme der aktuellen Coronavirus-Lage in Deutschland gegeben, sagte Steffen Seibert in der Regierungs-Pressekonferenz am Montagmittag. Zuvor hatte das Corona-Kabinett der Bundesregierung getagt. "Wir sind uns einig: Jetzt zeigt sich, ob wir die Zahlen in den Griff bekommen", sagte der Regierungssprecher.

Seibert: Corona-Maßnahmen mit Ländern und Städten abstimmen

Würden sich die Zahlen nicht eindämmen lassen, könnte es Seibert zufolge zu vielen schwer verlaufenden Fällen kommen und das Gesundheitssystem und Intensivstationen überfordert werden.

Es gehe nun darum, gemeinsam mit den betroffenen Städten, Kreisen und auch Bundesländern Maßnahmen gegen eine unkontrollierte Ausbreitung zu ergreifen. "Die gute Nachricht ist: Wir sind nicht ohnmächtig", sagte Seibert. Doch die Lage sei ernst.

Unsere Hauptaufgabe ist es, das Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bringen.
Steffen Seibert, Regierungssprecher

Unterschiedliche Regeln für Corona-Hotspots möglich

Zwar solle es einheitliche Regelungen geben, doch könnten weiterhin auch unterschiedliche regionale Maßnahmen ergriffen werden, sagte Seibert. Denn die Infektionszahlen vor Ort seien der Maßstab dafür, ob die "wichtigste Aufgabe" der Kontaktnachverfolgung noch erbracht werden könne oder nicht. Daran zeige sich, ob die Gesundheitsämter überfordert sind.

Bundeswehr-Hilfen zur Corona-Bekämpfung angefragt

Die Bundeswehr will Kommunen notfalls mit bis zu 15.000 Personen bei der Bekämpfung des Corona-Virus helfen. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Derzeit seien rund 1.300 Soldaten eingesetzt, 172 davon im medizinischen Bereich. Die anderen seien unter anderem bei der Beratung von Maßnahmen sowie der Nachverfolgung von Infektionsketten in kommunalen Gesundheitsämtern eingesetzt. Es seien bisher 1.000 Unterstützungsanträge eingegangen.

Auf Nachfrage des ZDF sagte ein Sprecher des Gesundheitsministerium, dass Schulschließungen zwar Sache der Länder seien, dies jedoch weiterhin als einer der letzten Schritte gelte.

Seibert: Beherbergungsverbot "echte Notfallmaßnahme"

Er ging auch auf die wachsende Kritik am Beherbergungsverbot ein. "Die Bundesregierung insgesamt hat Verständnis dafür, dass die Bürger dazu Fragen haben, auch dringliche Fragen", sagte er. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) habe das umstrittene Verbot als "echte Notfallmaßnahme" gerechtfertigt.

Auch die vielerorts neu eingeführten Sperrstunden und Alkoholverbote in den Corona-Hotspots sorgen für Kritik.

Allerdings seien die Beherbergungsverbote Sache der Länder, sagte Seibert. Die meisten der 16 Bundesländer hatten sich vergangene Woche darauf verständigt, dass Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner nur dann in einem Hotel beherbergt werden dürfen, wenn sie einen aktuellen Corona-Test vorlegen.

Merkel vor Treffen mit Ministerpräsidenten der Länder

Zuletzt hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Oberbürgermeistern der elf größten Städte in Deutschland getroffen, um über Maßnahmen wie Sperrstunden und Alkoholverbote in den Hotspots zu beraten.

Am Mittwoch will Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammenkommen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Dann soll auch das Beherbergungsverbot noch einmal zur Sprache kommen.

Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.