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Steigende Corona-Fälle - RKI-Chef: "Müssen massiv gegensteuern"

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Die Corona-Lage ist extrem angespannt. Gesundheitsminister Spahn sieht das Gesundheitssystem vor der Belastungsgrenze. "Wir müssen massiv gegensteuern", mahnt RKI-Chef Wieler.

RKI-Chef Wieler könnte die dritte Corona-Welle schlimmer werden als die beiden davor.

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) und Gesundheitsminister Jens Spahn warnen vor einem raschen Anstieg der Corona-Fälle in Deutschland. Die Virusvarianten machten die Lage momentan besonders gefährlich, die Zahl der Neuinfektionen steige zu schnell, sagte Spahn bei der Bundespressekonferenz.

Wenn das ungebremst weitergeht, laufen wir Gefahr, dass unser Gesundheitssystem im Laufe des Aprils an seine Belastungsgrenze kommt.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Spahn appellierte an die Länder, die mit Bund und Ländern vereinbarte "Notbremse" bei hohem Infektionsgeschehen konsequent anzuwenden.

Fast 21.600 Menschen haben sich in Deutschland binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert.

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RKI-Chef: Dritte Welle könnte schlimmer werden als vorherige Wellen

Auch RKI-Chef Lothar Wieler sagte, es gebe "deutliche Signale", dass die nun begonnene dritte Corona-Welle "noch schlimmer werden kann als die ersten beiden Wellen".

Das Land müsse sich darauf einstellen, dass die Zahl der Infizierten stark steige, dass Kliniken überlastet werden und "viele Menschen auch sterben".

Wenn wir nicht sofort massiv gegensteuern, werden die Folgen gravierend sein.
RKI-Chef Lothar Wieler

Jens Spahn und RKI-Präsident Wieler warnen am Freitagmorgen in der Pressekonferenz vor der dritten Corona-Welle. So rufen sie dazu auf, an Ostern zu Hause zu bleiben.

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Viele Ansteckungen in Schulen und zu Hause

Alle Indikatoren, so Wieler, wiesen darauf hin, dass sich die Situation verschlechtern werde. Alle Altersgruppen seien betroffen, besonders aber auch die Berufstätigen. Es gebe besonders viele Ansteckungen in privaten Haushalten, aber auch in Schulen oder Kitas.

Zudem macht es offenbar die Virusvariante B.1.1.7 den Gesundheitsämtern schwerer, Infektionsketten zu ermitteln.

Appell für Osterfeiertage

Gesundheitsminister Spahn appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, sich idealerweise nur draußen zu treffen, und wenn, dann nur in kleineren Gruppen.

Gesundheitsminister Spahn betonte den Ernst der aktuellen Corona-Lage. Er rief dazu auf, vorhandene Dosen zu verimpfen, um mehr Menschen zu schützen.

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Dieses Osterfest sei noch nicht wieder so zu gestalten wie gewohnt, sagte Spahn. Deutschland sei wahrscheinlich "im letzten Teil dieses Pandemie-Marathons" angekommen. Das Ziel sei in Sicht, aber eben noch ein ganzes Stück weg. "Gerade im letzten Teil des Marathons wirkt nicht selten jeder weitere Schritt wie eine Tortur."

RKI-Präsident Lothar Wieler ruft dazu auf, an Ostern zu Hause zu bleiben.

Mobilität und Kontakte, das sind die Treiber dieser Pandemie.
Lothar Wieler, RKI-Präsident

Deshalb sei es wichtig, Treffen mit anderen Menschen zu minimieren und nicht zu verreisen, betonte Wieler.

Einreisetestpflicht ab Nacht zum Dienstag

Darüber hinaus verkündete Spahn, dass die Einreiseverordnung von Montag auf Dienstag Nacht in Kraft treten wird.

Wer keinen negativen Test hat, wird nicht mitgenommen.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Das sei eine Vorsichtsmaßnahme, die dem Schutz der Passagiere gelte, so Spahn weiter. Man habe den Starttermin noch einmal verschoben, um Reisenden und Fluggesellschaften etwas mehr Zeit für die Umsetzung zu geben. Ursprünglich sollte die Auflage am Sonntag in Kraft treten.

Allerdings räumt Spahn gleichzeitig ein, dass die Einreiseverordnung, nach der alle Flugreisenden nach Deutschland einen negativen Coronavirus-Test vorweisen müssen, kein "Game-Changer" sei.

Bei Rückkehr nach Deutschland - Flugreisende brauchen negativen Corona-Test 

Seit Dienstag sind Flugreisende dazu verpflichtet, vor der Einreise nach Deutschland ein negatives Testergebnis vorzulegen. Die Maßnahme soll vorerst bis zum 12. Mai gelten.

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Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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