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Update zum Coronavirus : Spahn: Ausbruch ist beherrschbar geworden

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Gesundheitsminister Spahn zieht eine positive Zwischenbilanz. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprach ebenfalls von einem wirklich guten Zwischenergebnis.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat eine positive Zwischenbilanz im Kampf gegen das Coronavirus gezogen. Die bisherigen Maßnahmen in Deutschland seien erfolgreich. "Der Ausbruch ist - Stand heute - wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden", sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Das Gesundheitssystem sei gut ausgestattet gewesen, vor allem wegen einer hohen Zahl an Fachkräften in Pflege und Medizin und der Möglichkeit, zusätzliche Kapazitäten für Behandlungen auf Intensivstationen zu schaffen.

Viele Patienten hätten außerdem wegen eines leichten Krankheitsverlaufs ambulant behandelt werden können. Sechs von sieben an dem Coronavirus Erkrankte seien von Haus- und Fachärzten betreut worden.

Reproduktionszahl unter 1

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprach ebenfalls davon, "dass wir ein wirklich gutes Zwischenergebnis erreicht haben".

Es gebe mehrere positive Tendenzen. So habe sich der tägliche Anstieg der Fallzahlen verlangsamt. Die Reproduktionszahl liege momentan bei 0,7. "Das heißt, dass inzwischen im Durchschnitt, aktuell nicht mehr jede Person, die infiziert ist, eine andere Person ansteckt."

Wieler betonte, dass der Wert eine Momentaufnahme sei und sich die Situation wieder ändern könne. "Dieses Virus ist in unserem Land und bleibt in unserem Land,“ sagte er. Es sei wichtig, weitere Infektionsketten zu unterbrechen und Kontaktpersonen zu identifizieren.

Mehr Infizierte in medizinischen Einrichtungen

Gleichwohl meldeten die Gesundheitsämter bundesweit immer noch mehr als 3.000 Fälle pro Tag. Zudem erkranke mehr Personal in medizinischen Einrichtungen. Sie machen fünf Prozent aller gemeldeten Fälle aus.

In dieser Woche habe es auch den bislang größten Anstieg bei den Todesfällen gegeben, sagte Wieler. Am Donnerstag seien dem RKI 315 Tote gemeldet worden. Die Todesfälle machten 2,9 Prozent aller bekannten Fälle aus.

"Strategisch besser" testen

Um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen, sollen Tests "strategisch besser" eingesetzt werden. Es solle vermehrt in Alten- und Pflegeheimen getestet werden, um zu verhindern, dass sich Patienten infizieren.

In den vergangenen Wochen seien 1,73 Millionen Tests durchgeführt worden. Die Labore in Deutschland hätten Kapazitäten, 730.000 Tests pro Woche durchzuführen. Bisher seien rund neun Prozent aller Tests positiv.

Klinische Prüfung für Impfstoff gestartet

Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, kündigt an, dass demnächst auch in Deutschland die klinische Prüfung eines Impfstoffes anläuft. Weltweit seien derzeit vier klinische Prüfungen gestartet worden.

Nicht die Zulassung eines Impfstoffes dauere lange, sondern die Entwicklung, um zu einem wirksamen, aber auch verträglichen Impfstoff zu kommen.

App in den nächsten Wochen verfügbar

Um Infektionsketten nachvollziehen und einfacher unterbrechen zu können, soll es eine Smartphone-App geben. Bundesgesundheitsminister Spahn rechnet damit das diese in den nächsten Wochen zur Verfügung stehe.

Aus heutiger Sicht "sind es eher vier Wochen als zwei Wochen", bis eine funktionsfähige App zur Verfügung stehe, die alle Anforderungen erfülle, sagt er. Die App müsse Datensicherheit und -schutz gewährleisten wie auch den epidemiologischen Nutzen erfüllen.

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