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Drosten: Kooperation das, was uns retten wird

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Corona - Drosten: Kooperation das, was uns retten wird

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Virologe Drosten hat an die Bevölkerung appelliert, die Corona-Maßnahmen einzuhalten. Das sei das, was uns retten werde. Berlins Bürgermeister sieht die Jüngeren in der Pflicht.

Viele Großstädte in Deutschland haben mit rasant steigenden Corona-Zahlen zu kämpfen. Die Kanzlerin berät sich deshalb heute mit den Regierenden der elf größten Städte.

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Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und der Virologe Christian Drosten haben angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Berlin und anderen deutschen Großstädten noch einmal an die Einhaltung der Regelungen appelliert. "Es ist auch ein Stück Eigenverantwortung, das man wieder einfordern muss", sagte Müller in der Bundespressekonferenz.

Der Parameter der Infektionssterblichkeit in Deutschland liege immer noch bei circa einem Prozent, erklärte Drosten. Deshalb verstehe er Diskussionen nicht, die die Gefahr des Coronavirus infrage stellten.

Drosten und Müller appellieren an Einhaltung der Corona-Maßnahmen

Die Informiertheit der Bevölkerung und die Kooperation jedes Einzelnen "ist das, was uns retten wird", so Drosten. Er beklagte "Irrlichter" in der öffentlichen Information. Deutschland sei in einer Sonderstellung, weil man im Frühjahr früh die Bremse gezogen hätte. "Man muss aufpassen, dass man diesen Kredit nicht verspielt", appellierte Drosten.

Immer mehr Großstädte überschreiten den Wert von 50 Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner. Damit gibt es immer mehr Risikogebiete, in denen unterschiedliche Maßnahmen gelten.

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Müller sieht zwei Zusammenhänge, die beim Steigen der Infektionszahlen von großer Bedeutung seien: Feiern in großen Gruppen, aus denen wieder Infektionsketten entstehen. Aber auch Feiern in kleinen Gruppen in geschlossenen Räumen, bei denen die Abstands- und Maskenregeln nicht eingehalten werden.

Ein Lockdown müsse unbedingt verhindert werden, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen, so Müller. Es komme vor allem auf die 20- bis 40-Jährigen an.

Zu wenig Intensivpflegekräfte für Betreuung von Corona-Patienten befürchtet

Die Corona-Entwicklung gerade in den Großstädten besorgt die Politik zunehmend. In Berlin, Frankfurt und weiteren Städten wie Bremen hat die sogenannte 7-Tage-Inzidenz den kritischen 50er-Wert überschritten. Er bildet die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ab und ist ein wichtiger Grenzwert für schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Gerd Landsberg vom Deutschen Städte- und Gemeindebund plädiert für bundesweite Corona-Regelungen: "Es ist bedauerlich, dass die Länder nicht viel mehr an einem Strang ziehen".

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"Wir haben den Ansatz eines exponentiellen Wachstums", erklärte Ulrich Frei, Vorstand der Krankenversorgung der Berliner Charité. Mit großer Sicherheit folge mit einiger Verzögerung das Ansteigen stationär zu behandelnder Covid-Patienten. Zwar gebe es leerstehende Intensivbetten, "aber da steht keine Pflegekraft", so Frei.

"Wir haben einen absoluten Mangel an Intensivpflegekräften", machte er deutlich. Der werde noch dadurch verschlimmert, dass - ähnlich wie in der allgemeinen Bevölkerung - eine steigende Zahl an Infizierten auch bei Mitarbeitern im Bereich der Krankenpflege zu verzeichnen sei.

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