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Heil erwartet mehrere Millionen Kurzarbeiter

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Heil erwartet mehrere Millionen Kurzarbeiter

Wegen der Corona-Krise wird die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland alle Rekorde brechen, so die Erwartung von Arbeitsminister Hubertus Heil.

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29.04.2020

Die Kurzarbeit in Deutschland bricht nach Einschätzung von Arbeitsminister Hubertus Heil alle Rekorde. "Ich rechne damit, dass es durchaus mehrere Millionen Menschen sein werden", sagt der SPD-Politiker in Berlin.

Bereits in März und April seien voraussichtlich "weit mehr Menschen" in Kurzarbeit gewesen als in der Krise 2009. Damals hatte es in der Spitze fast 1,5 Millionen Kurzarbeiter gegeben.

Was das Corona-Krisenkabinett heute beschlossen hat (Video):

Nachrichten | heute - in Deutschland -
Corona-Krisenkabinett tagt erneut
 

Am Vormittag hat das Bundeskabinett ein weiteres Gesetzes-Paket beschlossen, das schrittweise aus der Krise helfen soll. Unter anderem wird das Kurzarbeitergeld, wie angekündigt, erhöht und Reisewarnungen bis Mitte Juni verlängert.

Videolänge:
3 min

Corona-Kabinett beschließt Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld

Das Bundeskabinett brachte am Mittwochvormittag weitere Hilfen für die Abmilderung der sozialen Folgen der Corona-Krise auf den Weg. Das sogenannte Sozialschutzpaket II sieht unter anderem Verbesserungen bei der Kurzarbeit und beim Arbeitslosengeld vor. Wenn der Gesetzentwurf formuliert ist, muss er noch vom Bundestag beschlossen werden.

Auch wenn der Bundestag bereits vor ein paar Wochen Hilfen beschlossen hatte, sei weitere Unterstützung notwendig, so Heil.

Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz.
Hubertus Heil, Arbeitsminister

Heil sieht "größte Wirtschaftskrise" in Deutschland

Deutschland habe "mittlerweile mit der größten Wirtschaftskrise in der Geschichte unseres Landes zu kämpfen".

Das Paket sieht vor, dass Arbeitnehmer, deren Arbeitszeit um mindestens die Hälfte reduziert wurde, nach vier Monaten 70 und nach sieben Monaten 80 Prozent des Nettoeinkommens als Kurzarbeitergeld erhalten sollen. Für Arbeitnehmer mit Kindern liegt es um nochmals sieben Prozentpunkte höher. Bislang liegt das Kurzarbeitergeld bei 60 beziehungsweise 67 Prozent des Nettoeinkommens.

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Regelungen sind bis Jahresende befristet

Das Paket sieht außerdem unter anderem vor, die Zahlung von Arbeitslosengeld für einen befristeten Zeitraum um drei Monate zu verlängern und die Weiterzahlung von Waisenrenten sicherzustellen, wenn sich bei jungen Menschen etwa Pandemie-bedingt Freiwilligendienste verschieben. Die Regelungen sind befristet bis Ende des Jahres.

Eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums erklärte zudem, dass die Zuverdienstgrenze angehoben werden solle. Kurzarbeiter können dann mit einem Nebenjob so viel verdienen, wie sie es regulär würden.

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DFL-Pläne arbeitsrechtlich nicht problematisch

Heil äußerte sich auch zum DFL-Plan, die Bundesliga mit Geisterspielen wieder starten zu lassen. Aus arbeitsschutzrechtlicher Sicht seien die Pläne der DFL nicht problematisch, sagt der SPD-Politiker. Sein Ministerium habe in Gesprächen mit dem Verband verschärfte Arbeitsschutzstandards durchgesetzt.

Die Entscheidung über die Wiederaufnahme des Spielbetriebes liege bei den Sportministern und den Ministerpräsidenten: "Ich werde diese Debatte, die ja hoch polarisiert ist, nicht über den Kompetenzbereich meines Ministeriums hinaus bewerten."

Quelle: Reuters, epd

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