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"Wir können uns ein Stück Mut leisten"

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"Wir können uns ein Stück Mut leisten"

Die Corona-Maßnahmen werden in vielen Bereichen gelockert. "Wir können uns ein Stück Mut leisten", sagte Kanzlerin Merkel nach Beratungen mit den Länderchefs.

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06.05.2020
06.05.2020
DGS
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Sport, Einkaufen und Treffen: Die strengen Regeln in der Corona-Krise werden weiter gelockert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer einigten sich darauf, dass sich künftig wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen - also etwa zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften.

Was grundsätzlich weiter gilt:

  • Mindestabstand von 1,50 Metern
  • Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz; eventuell könnte die Pflicht auf weitere Bereiche ausgeweitet werden, so Kanzlerin Merkel.
  • Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum, jetzt bis zum 5. Juni gültig.

Was genau gelockert wird:

Beschlüsse im Überblick -
So werden die Corona-Beschränkungen gelockert
 

Nach der Beratung der Kanzlerin mit den Länderchefs ist klar: Vieles darf wieder öffnen. Aber: Kontaktbeschränkungen sind bis 5. Juni verlängert. Die Beschlüsse im Einzelnen.

Videolänge:
10 min

Wichtig für Merkel: der Notfallplan. Wenn es in einer Region zu viele Neuinfektionen gibt, müssen dort wieder stärkere Beschränkungen eingeführt werden, bis die Infektionszahlen wieder zurückgehen. "Wir haben nicht nur den Weg zu mehr Öffnung, sondern auch einen Notfallmechanismus."

Dann muss nicht ein ganzes Land wieder in die Gefahr kommen, dass wir zurückgehen müssen, sondern nur einzelne Regionen.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Die Länder sollen laut Beschluss sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.

Merkel: "Vertrauen ist der Grundsatz"

Auch wenn es nun unterschiedliche Regelungen in den Ländern gibt, hat Merkel keine Bedenken, dass daraus Probleme entstehen. "Vertrauen ist der Grundsatz", so Merkel - gegenüber den Bürgern, den Ländern sowie den Behörden vor Ort.

Merkel zu Ländern -
"Bundesrepublik ist aufgebaut auf Vertrauen"
 

Kanzlerin Merkel vertraut in der Corona-Krise voll auf die örtlichen Gesundheitsämter. Die Verlässlichkeit der Tests vor Ort habe sie nie in Frage gestellt.

Videolänge:
1 min

Merkel sieht "Riesenherausforderung"

Für die Bereiche, die jetzt wieder öffnen, werde es eine "Riesenherausforderung", so Merkel. Aber ihr und den Ministerpräsident sei wichtig gewesen, "dass wir jetzt Schritte vorangehen".

Die Kanzlerin bedankte sich bei den Bürgern, die sich so auf die Beschränkungen eingelassen hätten und ihren Alltag umgestellt hätten.

Wir können uns ein Stück Mut leisten, aber wir müssen vorsichtig bleiben.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Das gesamte Statement von Angela Merkel:

Neue Beschlüsse zu Corona -
Merkel: Entwicklung gut - vorerst Lockerungen
 

"Die allererste Phase" der Corona-Pandemie habe Deutschland hinter sich, so Kanzlerin Merkel. Daher verkündete sie ein ganze Reihe an Lockerungen - vorerst. Hier ihr Statement.

Videolänge:
10 min

Söder mahnt weiter zu Vorsicht

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) betonte in der Pressekonferenz, dass die Zahlen gut seien, man jetzt aber nicht nachlassen dürfe. "Die Sorge bleibt", so Söder.

Das Statement von Markus Söder:

Corona-Entwicklungen -
Söder: Leichtes Aufatmen, doch Sorge bleibt
 

Bayerns Ministerpräsident Söder sagt zur Pandemie-Entwicklung, es dürfe ein leichtes Aufatmen geben, schränkt aber ein: "Die Sorge bleibt. Es kann sich jederzeit wieder ändern."

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12 min

Tschentscher betont Verantwortung der Länder

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) betonte die Verantwortung der Länder im weiteren Kampf gegen die Corona-Pandemie. Bei ihrer Schalte seien die Regierungschefs der Länder und die Kanzlerin übereingekommen, die Beschlüsse über weitere Lockerungen künftig in die Hände der Länder zu geben, sagte der SPD-Politiker bei der Pressekonferenz in Berlin.

Deswegen übernehmen die Länder jetzt eine sehr, sehr große Verantwortung.
Peter Tschentscher, Hamburgs Bürgermeister

Dieses Vorgehen werde jedoch auch dazu führen, dass es weniger einheitliche Regelungen geben werde, sagte Tschentscher. "Das steckt in dieser Vereinbarung drin."

Das Statement von Peter Tschentscher:

Corona-Lockerungen -
Tschentscher nimmt Länder in die Pflicht
 

Hamburgs Bürgermeister Tschentscher sieht in der Corona-Krise die Länder in der Pflicht, über weitere Öffnungsschritte etwa in der Gastronomie und für Hotels zu entscheiden.

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2 min

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Diesen Regionen droht erneut der Lockdown

Obergrenze überschritten -
Corona-Obergrenze: Wo Verschärfungen drohen
 

Ob Corona-Maßnahmen gelockert oder verschärft werden, hängt von der Zahl der Neuinfektionen ab. Eine aktuelle Karte zeigt, ob die Obergrenze in Ihrer Region eingehalten …

von Simon Haas
Pflegerin auf einer Intensivstation bereitet sich vor

Infektionen, Schwerkranke, Tote -
Wie die Corona-Zahlen steigen
 

Fast 15.000 Neuinfektionen an einem Tag. Mehr als 10.000 Corona-Tote seit Pandemie-Beginn. Doppelt so viele …

Check-in-Schalter im Terminal 1 des neuen Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER).

Eröffnung des BER -
Von Euphorie keine Spur
 

Für Kleinunternehmer war die Hängepartie am BER ein jahrelanger Kampf um ihre Existenz, nicht alle haben …

von Carsten Behrendt und Sherin Al-Khannak
Videolänge:
2 min
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