ZDFheute

Nach Ferien normaler Schulbetrieb geplant

Sie sind hier:

Neue Corona-Beschlüsse - Nach Ferien normaler Schulbetrieb geplant

Datum:

Weiter keine Großveranstaltungen, Mindestabstand bleibt - und nach den Ferien sollen Schulen möglichst zum Regelbetrieb zurückkehren. Darauf haben sich Bund und Länder verständigt.

Bund und Länder streben im Umgang mit den Corona-Beschränkungen einen einheitlicheren Kurs an. Fest steht: Großveranstaltungen sind bis auf Ausnahmen verboten, die Maskenpflicht gilt weiter.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Großveranstaltungen soll es in Deutschland bis Ende Oktober weiterhin im Regelfall nicht geben. Darauf verständigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. Schulen und Kitas sollen aber nach den Ferien möglichst zum Regelbetrieb zurückkehren, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach den Beratungen mitteilte.

Zu den Großveranstaltungen sagte Söder, diese sollten dann nicht stattfinden, wenn angemessene Hygienemaßnahmen und eine Nachverfolgbarkeit von Infektionsketten nicht möglich seien. Die einzelnen Länder behalten hier also einen Spielraum. "Das wird von einem Land strenger interpretiert, von einem anderen nicht", sagte dazu der CSU-Chef. Er sprach in diesem Punkt von "einem Kompromiss".

Abstandsregeln gehören weiter zum Alltag

Einigkeit bestand darüber, dass Abstandsregeln und die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in öffentlichen Begleitern für die Bürgerinnen und Bürger vorerst weiter zum Alltag gehören sollen.

So lange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir mit der Pandemie weiter leben.
Kanzlerin Angela Merkel

Die Kanzlerin wies darauf hin, dass es in Bereichen, wo Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, immer wieder zu Infektionsausbrüchen komme. Daher sei das Instrument der Kontaktbeschränkungen weiterhin wichtig.

Söder: "Keine Hoppla-Hopp-Entscheidungen treffen"

Söder sprach von "Erleichterungen mit Umsicht und Köpfchen". "Wir sind in der Lage, Erleichterungen zu machen, wir dürfen aber keine Hoppla-Hopp-Entscheidungen treffen." Der Ministerpräsident hob hervor, dass durch die Einschränkungen der vergangenen Monate "tausende, wahrscheinlich zehntausende Leben gerettet" worden seien. Besorgt äußerte er sich mit Blick auf die anlaufende Reisesaison.

Ich hoffe sehr, dass der Ballermann kein zweites Ischgl wird.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder

Merkel und die Ministerpräsidenten kamen erstmals seit März wieder physisch im Kanzleramt zusammen. Chefs der Staatskanzleien und weitere Mitarbeiter mussten sich aber in getrennten Räumen aufhalten. Der österreichische Skiort Ischgl war im März ein Hotspot für Corona-Infektionen in ganz Europa gewesen.

Die neuen Corona-Beschlüsse im Überblick:

Konjunkturpaket gebilligt

Auch über das von Union und SPD erarbeitete Konjunkturpaket zum Anschub der Wirtschaft nach der Corona-Krise seien sich die Ministerpäsidenten einig geworden. Merkelsagte, sie sei daher optimistisch für die anstehende Sitzung im Bundesrat. Union und SPD hatten sich im Koalitionsausschuss auf ein Konjunkturpaket im Umfang von 130 Milliarden Euro verständigt. Es soll die Bürger wieder in Konsumlaune bringen und dadurch in den kommenden Monaten zur Erholung der Wirtschaft beitragen.

Der zweite Nachtragshaushalt der Regierung deckt vor allem Mehrausgaben für das Konjunkturpaket zur Bewältigung der Corona-Krise und die dadurch bedingten Steuerausfälle ab. Er sieht eine zusätzliche Neuverschuldung von 62,5 Milliarden Euro vor.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Geplant ist unter anderem, die Mehrwertsteuer befristet für ein halbes Jahr abzusenken. So sollen Einkäufe im Supermarkt, aber auch im Möbel- oder Autohaus billiger werden. Familien sollen mit dem Kindergeld einen Zusatzbonus von 300 Euro pro Kind ausgezahlt bekommen.

Außerdem wollen Bund und Länder je zur Hälfte coronabedingte Steuerausfälle der Kommunen ausgleichen. Unternehmen, die besonders große Umsatzeinbrüche haben, können in den Sommermonaten Überbrückungshilfen bekommen.

Corona-Warn-App: Merkel zieht erste positive Bilanz

Einen Tag nach dem Beginn der Corona-Warn-App hat Merkel eine positive erste Bilanz gezogen. Es sei "ein ganz guter Start, der natürlich noch verstetigt werden muss", sagte sie am Dienstag nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin. Die App sei "ein Meilenstein in der Corona-Bekämpfung".

Merkel dankte allen Bürgern, die sich die App zur Nachverfolgung von Infektionsketten schon auf ihr Handy geladen haben. Seit ihrem Start am Dienstagmorgen wurde die App über acht Millionen Mal heruntergeladen und installiert.

Wie das System funktioniert -
Was Sie über die Corona-App wissen müssen
 

Ab heute sollen Nutzer freiwillig die Corona-App herunterladen können. Besteht ein Infektions-Risiko, gibt sie Alarm. ZDFheute erklärt, wie die App funktioniert.

von Dominik Rzepka, Berlin
Videolänge:
3 min

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

Martin Scherer, Präsident der Gesellschaft deutscher Allgemeinmediziner, im ZDF-Interview am 20.09.2020

Martin Scherer zum Coronavirus -
"Die ambulante Versorgung funktioniert"
 

Martin Scherer, Präsident der Gesellschaft deutscher Allgemeinmediziner, wirbt im ZDF-Interview für mehr Vertrauen in die ambulante Gesundheitsversorgung in der …

Videolänge:
1 min
Blick in den Saal auf die Bühne des FDP-Bundesparteitag

Liberale treffen sich in Berlin -
Der Pandemie-Parteitag
 

Die FDP wagt trotz Covid-19 heute einen Präsensparteitag. Ein 40-seitiges Hygienekonzept soll Sicherheit …

von Bernd Benthin
Videolänge:
2 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.