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"Wir sind noch lange nicht über den Berg"

Kanzlerin Merkel warnt davor, mit voreiligen Öffnungen und Lockerungen "sehenden Auges" einen Rückfall in der Corona-Krise zu riskieren. "Wir müssen wachsam bleiben", sagt Merkel.

24 min
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20.04.2020
20.04.2020

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in der Corona-Krise weiter zu größter Vorsicht aufgerufen. "Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen", sagte die Kanzlerin in Berlin nach einer Sitzung des Corona-Krisenkabinetts.

Es wäre jammerschade, wenn wir sehenden Auges in einen Rückfall gehen.

Mit harten Maßnahmen sei viel erreicht worden, und die Reproduktionszahl der Infektionsketten sei unter 1 gedrückt worden. An etlichen Tagen gebe es also mehr Genesene als neu Infizierte. Sie sagt aber, "dass wir am Anfang stehen und noch lange nicht über den Berg sind".

In der Corona-Krise "noch lange nicht über den Berg"

Merkel warnt davor, mit voreiligen Öffnungen und Lockerungen "sehenden Auges" einen Rückfall in der Corona-Krise zu riskieren. "Wir müssen wachsam und diszipliniert bleiben", sagt die Kanzlerin.

"Die Pandemie verlangt allen in diesem Land ziemlich viel ab", sagte Merkel. Sie wisse um die Not von Kindern und Eltern, gerade auch Alleinerziehenden, die Sorgen von Firmen und Künstlern sowie die Erwartungen von Religionsgemeinschaften und Gläubigen, die wieder Gemeinschaft mit anderen erleben wollen.

Merkel: "Ich weiß um die Not vieler Menschen"

"Aber ich bin zugleich davon überzeugt, dass wir all dieser Not, all den Hoffnungen und Erwartungen, Wünschen und Ansprüchen am besten begegnen, wenn wir gerade am Anfang dieser Pandemie weiter auch die Kraft zu harten und strengen Maßnahmen aufbringen", ergänzte die Kanzlerin. Die Kanzlerin bedankt sich bei den Bürgern. Sie hätten sich an die Regeln in der Krise gehalten.

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