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11.287 Fälle in 24 Stunden - RKI-Chef Wieler: "Wir sind nicht machtlos"

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Mehr als 11.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag - das Robert-Koch-Institut spricht von einer "sehr ernsten" Situation. Doch RKI-Chef Wieler zeigt auch Zuversicht.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Deutschland an einem Tag mehr als 11.000 Fälle registriert. Vor allem junge Menschen seien nun gefordert, mahnt RKI-Chef Wieler.

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) warnt angesichts der aktuellen Corona-Zahlen vor einem rasanten Infektionsgeschehen. "Inzwischen ist die Situation insgesamt sehr ernst geworden", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler bei einem Pressetermin am Donnerstag.

Gleichzeitig zeigte er sich zuversichtlich: "Wir sind nicht machtlos", sagte Wieler, vor allem dann, wenn die Bevölkerung die Abstands- und Hygieneregeln einhielte.

Derzeit haben wir noch die Chance, die weitere Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.
Lothar Wieler am 22. Oktober 2020
Eine Person lässt sich in einem Thüringer Schnelltest-Bus auf das Coronavirus testen.
Grafiken

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Wer mehr testet, findet auch mehr Corona-Infektionen. Deshalb müsse man sich keine Sorgen wegen steigender Fallzahlen machen, heißt es immer wieder. Aber stimmt das?

von R. Meyer und M. Zajonz

Großteil der Corona-Fälle steckt sich im Privaten an

Es müsse dennoch damit gerechnet werden, dass sich das Virus in einigen Regionen stark und auch "unkontrolliert" ausbreiten könne, sagte Wieler. Die Fallzahlen stiegen seit Anfang September und auch "immer schneller". Es sei ein "sehr dynamisches Geschehen". Ziel sei es, die Infektionen auf ein Level zu bringen, mit dem Gesundheitsämter und Kliniken umgehen können, so Wieler.

Der RKI-Chef fokussierte sich bei dem Termin auf die Orte, an denen Corona-Ansteckungen erfolgen. "Ein Großteil der Menschen steckt sich im privaten Umfeld an", sagte Wieler. Ausbrüche in Verkehrsmitteln oder nach Übernachtungen spielten keine so große Rolle oder kämen eher selten vor. In vielen Fällen könnte man Ausbrüche aber nicht nachverfolgen.

"Ansteckungen in Schulen (...) sind zwar bisher nicht sehr häufig und wesentlich seltener, als wir das zum Beispiel von Influenzaausbrüchen kennen. Aber klar ist, je stärker die Fallzahlen steigen, desto höher werden auch Schulen betroffen sein", sagte Wieler.

Erneut haben vor dem Düsseldorfer Landtag Vertreter der Veranstaltungsbranche demonstriert – wegen der Corona-Schutzmaßnahmen fürchten viele eine Pleitewelle.

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Wieler sieht Vorteile bei Deutschland im Vergleich zu Nachbarländern

Momentan seien noch immer eher jüngere Menschen betroffen, sagte der RKI-Chef. Es gebe deshalb mehr leichte Erkrankungen. Es steige aber auch der Anteil bei älteren Menschen. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern wachse.

Dennoch ist Wieler überzeugt, dass die Corona-Lage in Deutschland nicht die Ausmaße der Nachbarländer annehmen muss. "Es muss nicht so sein, dass wir in fünf Wochen da stehen, wo unsere Nachbarländer stehen", sagte er. Wichtig sei, dass die Bevölkerung sich an die Corona-Regeln halte. Doch auch andere Aspekte würden hier einfließen:

  • Deutschland habe im intensivmedizinischen Bereich im Vergleich mehr Kapazitäten.
  • Im Bereich des öffentlichen Gesundheitsdienstes sei Deutschland stärker aufgestellt als viele andere Länder in Europa.

Durch die steigenden Infektionszahlen wächst in Kliniken die Angst vor einer zweiten Corona-Welle. Dazu kommt, dass es an Pflegepersonal fehlt.

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Über 10.000 Neuinfektionen in 24 Stunden

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden.

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