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RKI-Vizepräsident Schaade: Lage weiter ernst

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RKI-Vizepräsident Schaade: Lage weiter ernst

Trotz schon erreichter Erfolge im Kampf gegen das Coronavirus sei die Situation weiter ernst, sagt Prof. Lars Schaade, Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts.

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21.04.2020

Noch immer ist kein Ende der Corona-Epidemie in Deutschland in Sicht. Trotz der Lockerungen soll die Lage weiterhin ernst genommen werden, denn die Fallzahlen können weiter steigen.

Prof. Lars Schaade, Vize-Präsident des RKI, appellierte an die Bevölkerung, die Hygieneregeln weiterhin einzuhalten. Das heißt: Wenn möglich zuhause bleiben, Abstand halten, Husten- und Nieshygiene einhalten.

Das Virus ist nicht weg. Es ist kein Ende der Epidemie in Sicht. Die Fallzahlen können wieder steigen.
Prof. Lars Schaade, Vize-Präsident Robert-Koch-Institut

Wichtig sei auch das Bewusstsein, dass nicht nur Risikogruppen schwer von Covid-19 betroffen sein können.

Dem RKI sind bisher (Stand 21.04.2020, 08:15 Uhr) 143.457 Fälle des Virus bekannt. 95.200 Personen sind wieder genesen.

RKI: Schutzmaßnahmen weiter befolgen

Das Robert Koch-Institut empfiehlt weiter das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im Öffentlichen Nahverkehr, in Geschäften und anderen Orten, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Eine Maske muss dabei aber auch richtig getragen und gepflegt werden und ersetzt nicht anderen Empfehlungen.

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Aktuelle Reproduktionszahl: 0,9

Ziel sei es, die Fallzahlen auf einem Niveau zu halten. Die aktuelle Reproduktionszahl liegt bei 0,9 – jedoch mit großen regionalen Unterschieden. Momentan steckt im Mittel jeder Infizierte circa eine weitere Person an.

Ein großer Anstieg musste in der letzten Woche bei den Todesfällen verzeichnet werden. Am 16.4. waren es 315 Tote an einem Tag.

Aus epidemiologischer Sicht wäre es am besten, die Zahl der Neuinfektionen soweit wie möglich zu drücken und Verhaltensregeln auf lange Frist zu praktizieren. Allerdings müsse man auch andere Faktoren wie etwa die Wirtschaft in den Blick nehmen. Der derzeitige Weg der Lockerung sei ein "ganz vernünftiger Kompromiss". Sicherheit gebe erst dann, wenn ein Impfstoff gefunden wurde.

Schnelles Erkennen der Infektionen wichtig

Weiterhin soll in Deutschland intensiv getestet werden, denn Infektionen müssen schnell erkannt und nachverfolgt werden. Risikogruppen müssen besonders in Heimen besser geschützt werden.

Behandlungskapazitäten seien zurzeit ausreichend vorhanden. Es sind in den nächsten Tagen keine Engpässe zu befürchten. Aber auch das kann regional unterschiedlich sein.

Tracing-App kann Erleichterung bringen

Digitale Instrumente wie eine Tracing-App könnten das klassische epidemiologische Handwerk erleichtern. Auf Maßnahmen und Einschränkungen verzichten, könne man aber auch mit einer solchen App nicht.

Diskussion zum Start der Bundesliga

Weiter diskutiert wird die mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga zum 9. Mai mit sogenannten Geisterspielen. Das RKI hält sich hier mit Empfehlungen zurück, sieht aber nicht, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen routinemäßig getestet werden sollten. Tests seien weiterhin nur angebracht, wenn eine medizinische Indikation bestehe.

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