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"Wir dürfen nicht nachlassen"

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RKI zu Corona-Maßnahmen - "Wir dürfen nicht nachlassen"

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Mehr als 1.000 Corona-Tote gibt es nun in Deutschland. Auch wenn die Maßnahmen erste Wirkung zeigten, dürfe man jetzt nicht nachlassen, so RKI-Chef Wieler.

In Deutschland steckt momentan eine infizierte Person eine weitere an – bisher waren es fünf bis sieben. Experten hoffen, die Ausbreitung des Virus langsam in den Griff zu bekommen. Derweil läuft die Suche nach wirksamen Medikamenten auf Hochtouren.

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Der Leiter des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat in seinem täglichen Update zur Entwicklung des Coronavirus die bisherigen Maßnahmen als "richtige Strategie" bezeichnet. "Ob das ausreicht, werden wir sehen." Er mahnte zur Einhaltung der Empfehlungen:

Wir stehen am Anfang einer Epidemie und dürfen jetzt nicht nachlassen.
Lothar Wieler, RKI-Präsident

Corona-Maßnahmen zeigen Wirkung

Mit der Wirkung der bisherigen Maßnahmen zeigte sich das Robert Koch-Institut zufrieden: Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, sagte RKI-Präsident Wieler. In den vergangenen Wochen habe der Wert bei fünf, manchmal sogar bei sieben Menschen gelegen, die ein Infizierter ansteckte.

Was die Infektiologin Addo zur Entwicklung eines Impfstoffes sagt, sehen Sie hier:

Prof. Marylyn Addo, Leiterin der Sektion Infektiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus. Erste Stoffe seien bereits in Prüfung, im Herbst erwarte man erste Wirksamkeitssignale.

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Ein Grund zur Entwarnung seien die neuen Daten aber noch nicht: Erst, wenn ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen anstecke, lasse die Epidemie langsam nach. "Wir müssen unter eins kommen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen gelingt", sagte Wieler.

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RKI hält an Empfehlungen zur Maskenpflicht fest

Das Robert Koch-Institut hält nach wie vor an seiner Einschätzung fest, dass Masken nur bedingt bei der Eindämmung von Covid-19 helfen. "Es gibt für diesen Fremdschutz keine wissenschaftlichen Belege", sagte Wieler. Masken könnten zwar dabei helfen, dass Infizierte weniger Menschen ansteckten. Aber:

Man selber wird nicht vor der Übertragung geschützt mit einer solchen Maske.

Außerdem sei die richtige Trageweise von Mundschutzen elementar: Sie müssten eng anliegen, nach der Befeuchtung gewechselt werden und nicht zu viel angefasst werden. Das Schlimmste was passieren könnte, sei, dass das Tragen von Masken dazu führe, dass sich die Menschen in einer falschen Sicherheit wiegten. Dann würden sie "mehr schaden als nützen", so Wieler.

RKI fordert: Mehr ÖPNV

Wichtiger Teil der Strategie sei die Vermeidung von Menschenansammlungen. Das gelte für Wartezimmer in Krankenhäusern sowie für Altenheime: Krankenströme müssten getrennt werden, betonte Wieler. Dabei müssten die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Ebenso seien Ansammlungen von vielen Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu vermeiden. Sie könnten die Verbreitung des Virus begünstigen. Das Robert Koch-Institut fordert eine stärkere Taktung der Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs. Es liege aber auch an den Passagieren selbst: Sie sollten sich verteilen und nicht bevorzugt in die vorderen oder hinteren Waggons einsteigen.

Corona-Strategie: Eindämmen, Schützen, Vorbereiten

Das wichtigste Ziel all dieser Maßnahmen sei es, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Dazu verfolgt das RKI drei Säulen:

  1. Eindämmung: Menschen mit nachgewiesenen Infektionen müssten isoliert und Kontaktpersonen nachverfolgt werden.
  2. Schützen: Insbesondere Risikogruppen müssten vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden.
  3. Vorbereitung: Die Kapazitäten im Gesundheitswesen müssten erhöht werden.

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