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Spahn: 5.000 neue Stellen im Gesundheitsdienst

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Coronavirus - Spahn: 5.000 neue Stellen im Gesundheitsdienst

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Gesundheitsämter spielen eine wichtige Rolle in der Corona-Krise und sollen jetzt gestärkt werden. Bund und Länder wollen 5.000 neue Stellen schaffen.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen öffentliche Gesundheitsdienste stärken. Dazu gehören 5.000 neue Vollzeitstellen und bessere Digitalisierung der Ämter.

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Bund und Länder wollen als Konsequenz aus der anhaltenden Corona-Pandemie bis Ende 2022 mindestens 5.000 neue und unbefristete Vollzeitstellen im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) schaffen, teilten Bundesgesundheitsminister Jens
Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD) in Berlin mit.

Für die Umsetzung des "Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" sollen insgesamt 4 Milliarden Euro bereit stehen.

Corona: Berlin plant neue Stellen für medizinisches Personal

In einem ersten Schritt solle es bis zum 31. Dezember 2021 mindestens 1.500 Stellen für Ärzte, weiteres Fachpersonal und Verwaltungsmitarbeiter geben, teilten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit. Bei knapp 400 Gesundheitsämtern in Deutschland bedeute das zehn bis 20 neue Stellen - je nach Größe des jeweiligen Amtes.

Man habe außerdem fest gestellt, dass es Defizite bei der Ausrüstung der Gesundheitsdienste gab. Darauf habe die Bundesregierung in der Pandemie akut reagiert. Die Sofortmaßnahmen reichten allerdings nicht aus, so Spahn, man wolle die Gesundheitsdienste für die 20er Jahre stärken.

Kernpunkt sei ein gut vernetztes Gesundheitssystem. Man könne sich nicht leisten in einer Pandemie erst Tage später eine realistische Einschätzung zu bekommen. Man brauche alle Daten sofort und umfassend. Zu einer besseren Vernetzung zählten auch Investitionen in Flughäfen und Seehäfen, wie etwa in Frankfurt am Main oder Hamburg, um auf mögliche Infektionen reagieren zu können.

Anreize für Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Damit die Stellen auch besetzt werden können, soll die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver werden. So sollen beispielsweise Anreize über das Besoldungsrecht geschaffen werden und Unterschiede in der Bezahlung von Ärztinnen und Ärzten im Krankenhaus im Vergleich zum Gesundheitsdienst ausgeglichen werden.

Bund und Länder wollen zudem eine bessere Verbindung des ÖGD mit der Wissenschaft bei der Fort-, Aus- und Weiterbildung erreichen. Medizinstudenten sollen künftig schon im Studium stärker an die entsprechenden Themenfelder herangeführt werden und die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst bekannter gemacht werden.

Koalition: Vier Milliarden für Öffentlichen Gesundheitsdienst

Neben den neuen Stellen geht es auch um eine bessere Digitalisierung der Gesundheitsämter und -behörden sowie darum, die Arbeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst attraktiver zu machen und zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Die 375 Gesundheitsämter spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle.

Der schwarz-rote Koalitionsausschuss hatte sich am 22. Juni darauf geeinigt, für die Umsetzung eines "Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" insgesamt 4 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Die ersten Gelder sollen bereits im kommenden Jahr fließen.

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