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Bundespressekonferenz - Gassen: 15 Millionen Booster bis Jahresende

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Der Winter steht vor der Tür - und damit auch die Corona-Booster-Impfungen. "Das ist machbar", sagt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen.

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, äußert sich in der Bundespressekonferenz zu möglichen Maßnahmen, um weiter gut durch die Corona-Pandemie zu kommen
Quelle: dpa

Die Corona-Booster-Impfungen laufen - nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sollten bis Jahresende 15 Millionen Menschen in Deutschland eine Auffrisch-Impfung bekommen. Für die Praxen sei das mit den richtigen Rahmenbedingungen durchführbar, betonte  KBV-Chef Andreas Gassen in Berlin.

Das ist machbar, wir können das. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen.
Andreas Gassen, KBV-Chef

Gassen: Einladungsverfahren und flexiblere Impfstoffbestellung

Die Ärzte könnten bis zu 3,5 Millionen Impfungen pro Woche vornehmen. Über zwei Millionen hätten die Auffrischung bereits bekommen.

Seit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Auffrischungen unter anderem für ältere Menschen ab 70 Jahren sei die Zahl der impfstoffbestellenden Praxen auf mehr als 30.000 angestiegen. Abweichende nicht-ärztliche Impfempfehlungen verwirrten da, was auch Praxisabläufe erschwere.

Nötig seien geordnete Einladungsverfahren zu Impfungen. Gassen forderte zudem flexiblere Möglichkeiten für Praxen beim Bestellen von Impfstoff und bei der Handhabung größerer Impfstoff-Fläschchen. Gleichzeitig wandte er sich gegen eine Wiedereröffnung von Impfzentren.

Impfzentren lösen das Problem nicht.
Andreas Gassen, KBV-Chef

Um das Tempo bei den Auffrischungsimpfungen zu erhöhen, sollten die Impfzentren reaktiviert werden - die Forderung von Gesundheitsminister Spahn stößt auf Kritik.

Beitragslänge:
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Stiko prüft Booster für unter 60-Jährige

Die Ständige Impfkommission prüfe derzeit, ob eine Booster-Impfung für unter 60-Jährige zwar nicht zum individuellen Schutz, aber mit Blick auf die Weitergabe des Virus in der Bevölkerung sinnvoll sei, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens. Er verwies auf das Beispiel Israel, wo es massenweise Nachimpfungen gibt.

Gleichzeitig betonte Mertens, dass die Grundimmunisierung der Menschen wichtiger sei als Nachimpfungen.

Es kommt jetzt wirklich erstmal drauf an, zuerst mal die zu schützen, die die Impfung am dringendsten nötig haben.
Thomas Mertens, Stiko-Chef

Es gebe 30 Prozent der Gebiete in Deutschland, in denen die Quote bei den Erstimpfungen viel zu niedrig sei, sagte Mertens. Erst einmal sollten die geschützt werden, die die Impfung am dringendsten benötigten.

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Mertens: Gesunde geimpfte Jüngere haben ausreichenden Schutz

Gesunde Menschen mittleren Alters mit Grundimmunisierung könnten davon ausgehen, dass sie noch ausreichend Schutz vor einer schweren Covid-19-Erkrankung haben, betonte Mertens. Zwar lasse der Schutz vor Ansteckung mit der Zeit nach, nicht aber der Schutz vor einer schweren Erkrankung.

Impfverstärkungen ("Booster") sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung möglich. Die Stiko empfiehlt sie vorerst unter anderem für Menschen ab 70. Angeboten werden können sie nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern aber auch Älteren ab 60 Jahre, Corona-Risikogruppen sowie Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson. Grundsätzlich sind sie laut Impfverordnung für alle anderen Menschen ebenfalls möglich.

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