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RKI-Chef erwartet zweite Corona-Welle

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Robert-Koch-Institut - RKI-Chef erwartet zweite Corona-Welle

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RKI-Präsident Lothar Wieler sieht Deutschland in der Corona-Krise weiter auf einem guten Weg. Die Fallzahlen seien rückläufig. Künftig erwartet er aber eine zweite Infektionswelle.

Nahaufnahme von RKI-Präsident Lothar Wieler bei einer Pressekonferenz
RKI-Präsident Lothar Wieler: Zahl der gemeldeten Corona-Infektionen weiter rückläufig
Quelle: reuters

Die Corona-Fallzahlen sind in Deutschland weiterhin rückläufig. Das sagte RKI-Präsident Lothar Wieler beim Pressebriefing des Robert-Koch-Instituts am Dienstag. Das sei eine sehr gute Nachricht.

Die Zahl der übermittelten Infektionsfälle sinkt weiter.
Lothar Wieler, RKI-Chef

Aktuell zählt das RKI 163.860 Covid-19-Fälle, das seien 685 mehr als am Vortag. Zudem gebe es bislang 6.831 Tote in Deutschland, das seien 139 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen betrage mittlerweile 135.100. Die Reproduktionszahl liege aktuell bei 0,71.

Aktuell keine Engpässe bei Corona-Versorgung zu erwarten

Bei dieser Dynamik seien aktuell keine Engpässe bei der Versorgung von Erkrankten zu erwarten. Damit das so bleibt, dürfe die Zahl der Infektionsfälle aber nicht wieder stark ansteigen, betonte Wieler.

Auch die Entwicklung der Coronavirus-Todesfälle verläuft demnach positiver als in vielen anderen Ländern. So verzeichne Deutschland aktuell etwa 8,2 Tote pro 100.000 Einwohner, in den USA liege die Zahl bei 20,8 Toten, in Großbritannien bei 43,1 und in Spanien sogar bei 54,2 Toten, sagte Wieler.

RKI: Heinsberg-Studie nicht repräsentativ für Deutschland

Zur Kritik an der am Montag veröffentlichten Heinsberg-Studie sagte Wieler: "Die Studie ist eine ausgezeichnete wissenschaftliche Studie, aber die Interpretation der Studie durch manche Menschen, das ist eher das Fragliche."

Die Studie beziehe sich auf den Ort Gangelt und sei nicht repräsentativ für ganz Deutschland, betonte der RKI-Präsident.

Im Video: Virologe Hendrik Streeck zu den Ergebnissen der Heinsberg-Studie:

"Jede fünfte Erkrankung verläuft asymptomatisch", erklärt der Virologe Hendrik Streeck zu seiner Corona-Untersuchung im Kreis Heinsberg. Viele Infizierte würden ihre Erkrankung gar nicht erkennen.

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Angesprochen auf eine geplante Corona-App, die Kontakte von Infizierten nachverfolgt, sagte Wieler: "Ich gehe davon aus, dass wir diese App noch brauchen werden in unserem Land." Denn in Deutschland sei eine zweite - wenn nicht sogar eine dritte - Infektionswelle zu erwarten.

Die Bundesregierung hat sich auf eine konkrete Variante der möglichen Corona-Apps geeinigt. Wie funktioniert sie? Ein Grafikvideo.

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