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Frankfurt: 39 Festnahmen, 5 verletzte Beamte

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Details zu Krawallen an der Oper - Frankfurt: 39 Festnahmen, 5 verletzte Beamte

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Was ist am Opernplatz in Frankfurt geschehen? 39 Festnahmen gab es in der Nacht zum Sonntag. Der Polizeipräsident hat nun Details bekannt gegeben.

Angriffe auf Polizisten und Spuren der Zerstörung: Nach nächtlichen Krawallen in der Frankfurter Innenstadt sind fast 40 Menschen festgenommen worden. Mindestens fünf Beamte wurden laut Polizei verletzt. Die Randale hinterlassen eine neue Debatte.

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Nach den gewalttätigen Krawallen in der Frankfurter Innenstadt hat die Polizei in einer Pressekonferenz Details bekannt gegeben.

Das Fazit der Nacht: 39 Festnahmen vor Ort, mindestens fünf verletzte Polizeibeamte und Sachschäden von mehreren Tausend Euro.

Was weiß man über die Tatverdächtigen?

Acht der Festgenommenen seien noch in Gewahrsam, teilte Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill mit. Es werde überprüft, ob sie wegen schweren Landfriedensbruchs in Untersuchungshaft gebracht werden können.

Es handele sich bei den 39 Personen um vorwiegend junge Männer zwischen 17 und 21 Jahren. Eine Frau sei festgenommen worden. Neun der Verdächtigen kommen aus Frankfurt, so die Polizei.

Am Montagmorgen soll es eine Sicherheitskonferenz im Frankfurter Römer geben, auf der über das weitere Vorgehen und Maßnahmen gesprochen werden soll. Die Polizei bittet um Fotos, Videos und Hinweise, die auf einem Portal hochgeladen werden können.

In der Nacht ist es in Frankfurt zu Krawallen und einer Massenschlägerei gekommen. 3.000 Menschen hatten sich auf dem Opernplatz versammelt, so die Polizei. Es gab 39 Festnahmen.

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Was war geschehen?

Wie die Polizei mitteilte, hatten rund 3.000 Menschen zunächst friedlich auf dem Opernplatz gefeiert. Gegen 1 Uhr sei die Stimmung ins Aggressive gekippt. Es habe Streitigkeiten zwischen den Besuchern gegeben, Menschen hätten demnach den Platz verlassen.

Gegen 3 Uhr seien 25 bis 30 Personen aufeinander los gegangen. Die Polizei, die bereits vor Ort gewesen sei, habe sich dann entschlossen, mit zehn KollegInnen einzugreifen, um den Streit zu schlichten und weil eine Person stark verletzt gewesen sei.

Die Stimmung habe sich dann gegen sie gerichtet, die vorherigen Gegner hätten sich dann gegen die Polizei vereint und die Beamtinnen und Beamten mit Flaschen beworfen. 500 bis 800 Menschen seien zu diesem Zeitpunkt noch auf dem Platz gewesen und hätten Beifall geklatscht und gejohlt, wenn die Flaschen getroffen hätten. Sie hätten den Spruch "ACAB" ("All cops are bastards") skandiert.

Rückzug in Richtung Fressgasse

Die Beamten hätten sich daraufhin zurückgezogen und Verstärkung angefordert. Mit Schutzschilden ausgestattet seien dann zwei Polizeiketten gebildet worden, um die Menschen zurückzudrängen und den Platz zu sperren. Die Beamten seien weiterhin Gejohle und Flaschenwürfen ausgesetzt gewesen, so der Polizeipräsident.

Die Ketten hätten die Störer dann in Richtung Fressgasse abgedrängt, im Verlauf habe sich die Menge auf etwa 500 Menschen verkleinert. Zwischen den zwei Polizeiketten hätten dann die Festnahmen stattgefunden, so die Polizei. Es sei "kein einfaches Unterfangen gewesen", die Störer hätten Widerstand geleistet.

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Frankfurter Polizeipräsident: Stimmung ist aggressiver geworden

In den vergangenen Wochen hatte sich der Opernplatz in Frankfurt zur Freiluft-"Partyzone" entwickelt. An den Wochenenden waren Tausende Menschen zusammengekommen, um auf dem Platz zu feiern. Dabei war die Stimmung meist friedlich gewesen.

Bis weit nach Mitternacht feiern hunderte Frankfurter vor der Alten Oper ins Wochenende, oft sorglos ohne Masken. In Köln soll ein 270-Meter langer, provisorischer Biergarten das dichte Gedränge im Kneipenviertel entzerren.

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Polizeipräsident Bereswill sprach auch von einer verschärften Stimmung gegenüber der Polizei in den vergangenen Wochen. "Die Stimmung ist aggressiver geworden", sagte er. Beamtinnen und Beamte müssten sich zunehmends undifferenzierte Vorwürfe anhören, sie seien Rassissten und Rechstextreme. Es gebe ständig Vorwürfe, was Polizeigewalt angehe. Bestimmte Personengruppen würden sich, wenn Alkohol im Spiel sei, frecher benehmen, über das normale Maß hinaus.

Auch bei anderen Einsätzen, beispielsweise im Frankfurter Bahnhofsviertel, hätten die Widerstände deutlich zugenommen. "Das habe ich so noch nicht erlebt", so Bereswill.

SPD-Chefin Esken ist mit ihrer Aussage, es gebe auch in Deutschland latenten Rassismus bei den Sicherheitskräften, auf Kritik gestoßen. Heute besucht sie zusammen mit Niedersachsens Innenminister Pistorius die Polizeiakademie Niedersachsen.

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