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Reiserückkehrer - Das haben die Gesundheitsminister beschlossen

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Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben über den Umgang mit Urlaubsrückkehrern in der Corona-Krise beraten. Die wichtigsten Ergebnisse.

Reiserückkehrer sollen nach Plänen der Gesundheitsminister verstärkt auf Corona getestet werden. Das Statement der Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz Dilek Kalayci.

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An manchen Flughäfen ist ein Corona-Test für Rückkehrer aus dem Urlaub bereits möglich. Wer aus einem Risikogebiet wie Ägypten, der Türkei oder den USA nach Deutschland kommt, muss sich beim Gesundheitsamt melden und für zwei Wochen in Quarantäne gehen - es sei denn, er weist dem Gesundheitsamt einen negativen Corona-Test vor.

Aber: Macht das jeder? Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen die bisherigen Regeln verschärfen und haben entschieden: Bald soll an allen deutschen Flughäfen getestet werden.

Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick:

  • Rückkehrer aus Risikoländern sollen sich an allen deutschen Flughäfen testen lassen
  • Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen
  • Testmöglichkeiten soll es auch für Reisende aus Nicht-Risikogebieten geben
  • Diese Tests werden aber nicht an den Flughafen-Teststellen durchgeführt
  • Aussteigerkarten für Flug- und Schiffverkehr sowie im grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehr
  • Stichprobenartige Kontrollen im Straßenverkehr an Einreisepunkten
Am Ende wollen wir alle Rückreisenden nach Deutschland auffordern, sich testen zu lassen.
Dilek Kalayci, Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz

Aussteigerkarten für Urlaubsrückkehrer

"Alle Einreisenden sollen in Betracht gezogen werden", sagte Dilek Kalayci, Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz. Daher sollen Aussteigerkarten wieder eingeführt werden - nicht nur für den Flugverkehr, sondern auch für den Schiffsverkehr sowie für den grenzüberschreitenden Bus- und Bahnverkehr. Ziel werde es sein, die Aussteigerkarten stichprobenartig zu kontrollieren.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten können künftig einen kostenlosen Corona-Test am Flughafen machen. So wollen die Gesundheitsminister der Länder eine neue Corona-Welle verhindern.

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Corona-Tests auch für Autofahrer

Stichprobenartige Kontrollen solle es auch im Straßenverkehr an "grenznahen Anreisepunkten" geben. "Einreisende mit dem Auto sollen stichprobenartig kontrolliert werden", so Kalayci. Weitere Details zu Umsetzung der Kontrollen nannte sie nicht.

Appell an Reisende: sich verantwortlich verhalten

Darüber hinaus soll es in Einreisebereichen analoge und digitale Informationskampagnen geben - in mehreren Sprachen. Es gehe darum, Aufklärung und Informationen zu liefern, aber auch ganz klar, um die Aufforderung, sich an Regeln zu halten und somit andere nicht zu gefährden, ergänzte Kalayci.

Einen deutlichen Appell richtete die Vorsitzende der Gesundheitsminister insbesondere an die sogenannten "Partygänger": "Wenn sie im Ausland waren, wenn sie sich dort in großen Menschenmengen aufgehalten haben, bitte lassen Sie sich testen".

Der Fokus der Maßnahmen liege auf Corona-Tests. "Aber wir wissen, dass ein Test nur eine Momentaufnahme ist", räumt Kalayci ein. Der Appell an alle Reisenden sei es daher, sich verantwortlich zu verhalten und sich nicht in Risiko zu begeben.

Mobile Covid-19-Beprobungsstation am 14.07.2020 in Dippoldiswalde

Reisende aus Risikogebieten - Freiwillige Corona-Tests an allen Flughäfen 

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben Corona-Testzentren an allen deutschen Flughäfen beschlossen. Die Kosten für diese Tests sollen übernommen werden.

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