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Jahreswirtschaftsbericht - Aufschwung, aber "mit weniger Dynamik"

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Wegen Corona schraubt die Regierung ihre Konjunkturprognose für 2021 nach unten. Wirtschaftsminister Altmaier rechnet 2021 nur noch mit einem Wachstum von 3,0 Prozent.

Die Bundesregierung hat ihre Erwartungen für das Wirtschaftsjahr 2021 aufgrund des neuerlichen Shutdowns zurückgeschraubt. Das BIP soll statt den erwarteten 4,4% nur um 3% steigen.

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Nach dem drastischen Einbruch der deutschen Wirtschaft im Corona-Jahr 2020 rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr wieder mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,0 Prozent. Damit senkte die Regierung allerdings ihre Wachstumsprognose für 2021 - in ihrer Herbstprojektion war sie noch von einem Plus von 4,4 Prozent ausgegangen.

Der Aufschwung gehe 2021 weiter, "wenn auch mit weniger Dynamik", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichts. 2020 war die Wirtschaft um 5,0 Prozent eingebrochen und damit so stark wie seit der Finanzkrise nicht.

Altmaier: Erstes Quartal noch durch Corona beeinträchtigt

Es sei davon auszugehen, dass die Wirtschaft im ersten Quartal noch "deutlich durch die Pandemie beeinträchtigt" sein werde. Sollte es in der Folge eine Stabilisierung der Pandemie-Lage durch die "Impfung größerer Bevölkerungsgruppen" und die "Rücknahme der Einschränkungen des öffentlichen Lebens" geben, dürfte die Konjunktur wieder Fahrt aufnehmen, heißt es in dem Jahreswirtschaftsbericht.

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr um fünf Prozent gesunken.

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Nach den Worten Altmaiers gibt es dabei aber große Unterschiede zwischen den Branchen. Während sich die Industrie weiter robust zeige, sei der Dienstleistungssektor stark betroffen. Zwar flachten die Corona-Infektionszahlen ab. Die Lage sei aber weiter ernst, die Gefahr der Virus-Mutanten noch nicht ausgestanden.

Die Regierung rechnet im Jahresdurchschnitt zudem mit einer Stagnation der Erwerbstätigkeit und einer leicht geringeren Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten dürfte durchschnittlich 44,8 Millionen betragen, wie Altmaier ausführte.

Corona hat im letzten Jahr die deutsche Wirtschaft geschwächt – Nach neuer Prognose dauert eine Erholung nun länger. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann mit Einzelheiten.

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Altmaier gegen Steuererhöhungen

Der Minister sagte weiter, nach knapp einem Jahr der Pandemie sei es gelungen, die Substanz der Volkswirtschaft im Kern zu erhalten und auch die übergroße Mehrheit der Arbeitsplätze und Unternehmen.

Dabei verwies Altmaier darauf, dass der Wirtschaft knapp 80 Milliarden Euro an Hilfen bereitgestellt wurden. Hinzu komme das im Juni 2020 geschnürte Konjunkturpaket. Er wisse, sagte er mit Blick auf die Kritik wegen der schleppenden Auszahlung der Hilfen, das viele Firmen mit Ungeduld darauf warteten. Diese würden so schnell wie möglich ausgezahlt, versicherte er.

Er sprach sich erneut dafür aus, die Sozialabgaben zu stabilisieren und Firmen bei Bürokratie zu entlasten. Zudem wandte er sich gegen Steuererhöhungen:

Für mich ist klar: Steuererhöhungen wären Gift für die Wirtschaft und gerade in der jetzigen Situation das völlig falsche Signal.
Peter Altmaier, Wirtschaftsminister

Minister rechnet 2022 mit Vorkrisenniveau

Altmaier rechnet auch über 2021 hinaus mit einer Erholung von der Corona-Krise. Der Aufschwung werde sich 2022 fortsetzen, sagte der CDU-Politiker. Eine genaue Prognose werde es aber im Frühjahr geben. Mitte 2022 werde die deutsche Wirtschaft vermutlich das Vorkrisenniveau wieder erreichen.

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