ZDFheute

NRW: Bei privaten Feiern nur 50 Gäste

Sie sind hier:

Im öffentlichen Raum - NRW: Bei privaten Feiern nur 50 Gäste

Datum:

In einer Sondersitzung hat die Landesregierung NRW über die Lage in der Corona-Epidemie beraten. Ministerpräsident Laschet kündigte an, die Regeln für Hotspots zu vereinheitlichen.

NRW-Ministerpräsident Laschet äußerte sich besorgt zu den gestiegenen Corona-Zahlen. Die Pressekonferenz in voller Länge.

Beitragslänge:
27 min
Datum:

Nordrhein-Westfalen will die Teilnehmerzahl bei privaten Feiern landesweit auf 50 Menschen im öffentlichen Raum begrenzen. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einer Sondersitzung des nordrhein-westfälischen Kabinetts in Düsseldorf. Hintergrund sei die landesweit steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

NRW will Maßnahmen in Hotspots vereinheitlichen

Laschet kündigte zudem an, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Corona-Hotspots zu vereinheitlichen. Sobald ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt in NRW die Grenze von 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreite, gilt:

  1. Die Zahl der Personen aus verschiedenen Haushalten, die im öffentlichen Raum Kontakt haben dürfen, wird von 10 auf 5 reduziert.
  2. Die Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants werden dann eingeschränkt.
  3. Veranstaltungen über 500 Teilnehmer draußen und 250 in Innenräumen werden generell abgesagt und es besteht Maskenpflicht auch am Platz.
  4. Die Teilnehmerzahlen werden im privaten Raum auf 25 reduziert.
Damit schaffen wir jetzt Einheitlichkeit und Klarheit in allen Hotspots,

sagte Laschet. Bislang mussten alle betroffenen Kreise und kreisfreien Städte bei Überschreiten des Warnwerts selbst über Gegenmaßnahmen entscheiden. Mit Blick auf das anstehende Treffen der Ministerpräsideten mit Bundeskanzlerin Merkel, sagte Laschet mit Blick auf Bußgeldregeln und Grenzwerte: "Wir brauchen mehr bundeseinheitliche Regeln".

Christian Drosten. Archivbild

Corona-Maßnahmen -
Drosten: Mehr einheitliche Regeln nötig
 

Der Virologe Christian Drosten hält es für notwendig, dass es bald wieder mehr bundeseinheitliche Corona-Regelungen gibt. Das Virus werde sich immer gleichmäßiger verteilen.

Mehr Corona-Tests in Altenheimen

In Alten- und Pflegeheimen soll künftig verstärkt auf das Coronavirus getestet werden. So soll in Kommunen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche den sogenannten Vorwarn-Wert von 35 übersteigt, "eine einmalige Komplett-Testung aller Bewohner und Mitarbeiter dieser Einrichtungen" erfolgen, sagte Laschet.

Wir wollen alle Kontakte in Alten- und Pflegeeinrichtungen virusfrei halten.
Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident

Es gehe um den Schutz der besonders verwundbaren Gruppen der Gesellschaft. Der Ministerpräsident kündigte zudem an, sich für einen verstärkten Einsatz von Schnelltests in Altenheimen einzusetzen.

Hohe Infektionszahlen in NRW

NRW hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer. Am Sonntag meldete das Landeszentrum Gesundheit 34,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - das waren 1,7 mehr als am Vortag. Neun Kreise und kreisfreie Städte haben den wichtigen Warnwert von 50 überschritten, darunter Köln und Essen.

Skeptisch sieht Laschet die Beherbergungsverbote für Urlauber aus Risikoregionen. "Wenn ganz viele Orte in Deutschland Risikogebiete sind, ist die Frage, wer darf von wo nach wo reisen, eigentlich eine zweitrangige", sagte er.

In Nordrhein-Westfalen sind vorerst keine Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots in Kraft.

Auch in Mainz, Stuttgart und Essen wurde die Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. In Nordrhein-Westfalen werden die Regeln nun verschärft.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.