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Was nun, ...? - Laschet: Unions-Kanzler kein Automatismus

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Bei den Landtagswahlen im Südwesten hatte die CDU historisch schlechte Ergebnisse zu verzeichnen. Welche Auswirkungen haben sie etwa auf die K-Frage? Was nun, Herr Laschet?

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet sieht auch die Maskenaffäre mitverantwortlich für die Wahlniederlage seiner Partei bei den Landtagswahlen im Südwesten.

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Nach den Wahlschlappen der CDU in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat der Parteivorsitzende Armin Laschet in der ZDF-Sendung "Was nun,...?" auch die Maskenaffäre für das schlechte Abschneiden verantwortlich gemacht. "Das, was die Abgeordneten da gemacht haben, hat Vertrauen zerstört", so der CDU-Vorsitzende. Viele Wahlkämpfer hätten gute Ideen gezeigt und durch das Fehlverhalten einiger weniger ihre Wahlkreise verloren.

Zudem sei es in der Corona-Krise normal, dass die Regierungschefs der Länder einen Vorteil hätten. Insbesondere Winfried Kretschmann, der in Baden-Württemberg mit der CDU regiert hat, genieße eine hohe Anerkennung. "Jetzt zu sagen, der oder die hat Schuld, hilft ja nicht weiter", so Laschet auf die Frage, wer für das schlechte Abschneiden der CDU verantwortlich sei. "Es ist die Anerkennung für zwei gute Ministerpräsidenten."

Laschet prognostiziert schwieriges Wahljahr für CDU

Mit Blick auf die Auswirkungen der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf die Politik im Bund sieht Laschet die Union vor einem harten Wahlkampf. "Ich weiß nicht, ob allen klar war, dass diese Bundestagswahl nicht automatisch gewonnen wird und mit irgendeinem aus der Union als Kanzler endet", sagt der CDU-Vorsitzende.

Es werde ein "umkämpftes Wahljahr" mit einem Wahlkampf, der in vielerlei Konstellationen offen sei. Es sei sehr klar: "Wir müssen für unsere Ideen werben", so Laschet.

Union nach den Wahlniederlagen - Einer drängt, einer bremst 

Die Wahlniederlagen vom Wochenende spalten die Union. CSU-Chef Söder verlangt eine Kehrtwende, bei CDU-Chef Laschet klingt alles nach "Weiter so". Die Stimmung ist gereizt.

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von Kristina Hofmann

Kabinettsumbildung? Keine Option für Laschet

Nach vermehrter Kritik am Corona-Krisenmanagement von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Laschet keinen Grund dafür, eine Kabinettsumbildung vorzunehmen. Spahn habe momentan den "schwierigsten Job", zudem seien mehrere Personen und Parteien an Entscheidungen beteiligt.

"Alle müssen zusammen ziehen und agieren in dieser Krise", so Laschet. Dabei kritisierte er vor allem Olaf Scholz (SPD), dass er öffentlich Ankündigungen bezüglich erwarteter Impfdosen machte, die eigentlich in das Ressort von Spahn fallen. Damit verunsichere der Bundesfinanzminister die Bevölkerung.

Astrazeneca-Stopp wird Strategien verändern

"Das Management ist derzeit so, dass wir besser werden müssen", gibt Laschet aber zu. Bisher laufe vor allem rund ums Impfen vieles zu bürokratisch. Jetzt käme noch der Rückschlag dazu, dass Impfungen mit Astrazeneca vorerst ausgesetzt werden müssten.

"Das wird viele Strategien wieder verändern", befürchtet Laschet. "Wir haben darauf gesetzt, dass wir sehr schnell, sehr breit impfen, den Stoff zu den Hausärzten sogar geben und jetzt ist er gar nicht mehr da, zumindest die nächsten Tage." Da müsse Politik wieder reagieren, "aber sachlich und nicht parteipolitisch".

Die heutigen Landtagswahlen sind ein Fehlstart für den neuen CDU-Parteivorsitzenden. Die Grünen stehen vor Entscheidungen. Ein Kommentar von ZDF-Chefredakteur Peter Frey.

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Werden Corona-Lockerungen zurückgenommen?

Zur anstehenden Bund-Länder-Konferenz zu weiteren Corona-Maßnahmen betonte Laschet, dass man bei einer möglichen Zurücknahme der Lockerungen, immer auch eine Abwägung treffen müsse.

"Sprechen Sie mal mit einem Schüler, der von Weihnachten bis Ostern nicht in der Schule war, mit Stellen vor Ort, die sich um Kindeswohlgefährdung kümmern", sagte Laschet. "Das sind auch Schäden, die tauchen in keiner RKI-Statistik auf."

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