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Türkei: Maas will Reisewarnung überprüfen

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Ministertreffen in Berlin - Türkei: Maas will Reisewarnung überprüfen

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Bundesaußenminister Maas hat seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu zugesichert, zusammen mit der EU die derzeitige Reisewarnung für die Türkei zu überprüfen.

Der türkische Außenminister versucht, eine Aufhebung der deutschen Reisewarnung zu erreichen. Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsland der Deutschen.

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Bundesaußenminister Heiko Maas hat der Türkei eine Prüfung der wegen der Corona-Krise weiter bestehenden Reisewarnung der Europäischen Union für das Land zugesichert.

Zugleich betonte Maas bei einem Besuch des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu in Berlin, dass Deutschland im Einklang mit der EU entscheiden werde. Dazu werde es nun regelmäßige Beratungen im Zwei-Wochen-Takt geben.

Die EU hatte diese Woche die Reisewarnungen für mehrere Länder außerhalb der Union aufgehoben, die Türkei war allerdings nicht darunter. Maas betonte, die EU sei mit der ersten Aufhebung von Reisewarnungen einen Schritt in Richtung Öffnung gegangen, "diesem Schritt sollen weitere Folgen".

Für die Türkei gilt eine Reisewarnung der Bundesregierung. Das trifft das Land am Mittelmeer hart, denn der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig.

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Bundesregierung orientiert sich am Robert-Koch-Institut

Es gehe darum, einen sicheren Tourismus in Zeiten der Pandemie zu gewährleisten. Maßgeblich für die Entscheidung der Bundesregierung sei entsprechend auch die Einschätzung des Robert-Koch-Instituts.

Cavusoglu sagte, die Türkei erfülle die Kriterien für die Aufhebung der Reisewarnung und habe entsprechende Daten übermittelt. Sein Land sei transparenter als viele Staaten, die nun wieder aus der EU bereist werden könnten. Außerdem sei die Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei auch wichtig für die deutsche Tourismusbranche.

Reisewarnung trifft Türkei hart

Die Bundesregierung hat die im März wegen der Corona-Pandemie verhängte weltweite Reisewarnung inzwischen für 32 europäische Länder aufgehoben. Für die Türkei und etwa 160 weitere Länder gilt sie aber nach jetzigem Stand bis zum 31. August weiter.

Die Türkei trifft das besonders hart: Sie ist das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen nach Spanien und Italien.

Negative Corona-Tests bei Einreise

Außerdem hat die Bundesregierung die Türkei zusammen mit rund 130 anderen Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Menschen, die aus einem Risikogebiet in Deutschland einreisen, müssen mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Allerdings können Urlauber aus der Türkei von der Quarantäneregelung befreit werden, wenn sie bei der Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Die türkische Regierung dringt auf die Aufhebung der Reisewarnung und der Einstufung als Risikogebiet. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für die Türkei. Vergangenes Jahr machten nach offiziellen Angaben mehr als fünf Millionen Deutsche dort Urlaub.

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