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"Ein guter, ehrlicher, offener Austausch"

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Merkel nach Beratung mit Xi - "Ein guter, ehrlicher, offener Austausch"

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Bundeskanzlerin Merkel und Spitzenvertreter der EU haben mit Chinas Präsident Xi Jinping beraten. Nicht in allen Punkten ist man sich einig - aber es gibt Dialogbereitschaft.

Bundeskanzlerin Merkel (CDU)
Betont die Bedeutung Chinas im Kampf für mehr Klimaschutz: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
Quelle: Reuters

China und die EU wollen nach chinesischen Angaben die Verhandlungen über das geplante Investitionsabkommen beschleunigen. "Wir haben Druck gemacht", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem virtuellen Gipfel mit Chinas Präsident Xi Jinping und Spitzenvertretern der Europäischen Union. An dem Abkommen wird schon seit 2014 verhandelt. Es sei über Klimawandel, Wirtschafts- und Handelsfragen, Menschenrechte, die Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Wiederaufbau gesprochen worden.

Nach dem Gipfel zeigte sich Merkel zufrieden: "Es war ein guter, ehrlicher, offener Austausch, der fortgesetzt werden sollte." Dieser solle auch physisch fortgesetzt werden, sobald die pandemische Entwicklung dies zulasse. Aufgrund der Corona-Krise fand das heutige Treffen digital statt.

Covid hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Angela Merkel

Merkel betont Bedeutung Chinas beim Klimaschutz

"Wir sind unterschiedliche Gesellschaftssysteme", erklärte die Kanzlerin. China bekenne sich aber zum Pariser Klimaabkommen. Das sei eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit in Klimafragen. Nun werde angestrebt, so Merkel, dass China seine Klimaziele noch schneller durchsetzt. China sei ermutigt worden, mehr gegen den Ausstoß von Klimagasen zu unternehmen.

Sehen Sie hier das Statement von Kanzlerin Angela Merkel in ganzer Länge.

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Zudem äußerte Merkel ein großes Interesse an dem chinesischen Emissionshandelssystem. Dieses werde derzeit von China aufgebaut, es werde zum größten weltweit. Die EU plane eine Zusammenarbeit bei diesem Projekt.

EU-Ratspräsident Michel fordert von China faire Zusammenarbeit

Beide Seiten vereinbarten, ranghohe Dialogmechanismen zu Klima und Umwelt sowie zu Fragen im Digitalbereich einzurichten, um ihre Partnerschaft zu stärken. EU-Ratspräsident Charles Michel warnte China vor einem Streben nach Dominanz und forderte mehr Zusammenarbeit.

Wir wollen eine ausgewogene Beziehung mit Respekt für die jeweiligen Interessen des anderen.
Charles Michel

Michel forderte eine ausgewogene Beziehung zu China. "Wir haben klar gemacht, wo wir stehen", sagte er und verwies auf Gespräche über ein umfassendes Investitionsabkommen. Es sei auch über Klimawandel, über Wirtschafts- und Handelsfragen, die Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Wiederaufbau gesprochen worden - aber auch über Menschenrechte.

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