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Klimawandel - Gletscher droht komplett zu schmelzen

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Kein anderer Antarktis-Gletscher verliert mehr Eis als Pine Island. Laut einer Studie könnte das Schmelzen bald unumkehrbar sein. Das würde auch unsere Nordseeküsten bedrohen.

Der Pine-Island-Gletscher mag zwar Tausende Kilometer entfernt von Deutschland in der Antarktis liegen, hat aber großen Einfluss auf europäische Küstenstädte, wie zum Beispiel Hamburg. Denn kein anderer Antarktis-Gletscher verliert mehr Eis pro Jahr als Pine Island. Das Eis, das hier schmilzt, lässt vor allem den Meeresspiegel in der nördlichen Hemisphäre steigen.

Eine neue Studie sagt nun: Das Abschmelzen des Pine-Island-Gletschers könnte bald unumkehrbar sein.

Meeresspiegel könnte um drei Meter ansteigen - im schlimmsten Fall

An der Studie hat auch Klimaforscherin Ronja Reese vom Potsdam-Institut für Klimaforschung mitgewirkt. "In der Studie haben wir nach sogenannten Kipp-Punkten gesucht", erklärt sie im Interview mit ZDFheute. "Das sind Punkte, ab dem der Gletscher sich so weit zurückgezogen hat, dass weiterer Massenverlust quasi nicht mehr zu stoppen ist."

Drei solcher Kipp-Punkte konnten die Forschenden identifizieren. "Im schlimmsten Fall kommt die ganze Region ins Rutschen und die Westantarktis kollabiert vollständig", sagt Ronja Reese. "Das würde einen langfristigen Meeresspiegel-Anstieg von drei Metern bedeuten."

Inwiefern die Gletscher-Schmelze vom Klimawandel beeinflusst wird und was es mit den Kipp-Punkten auf sich hat, sehen Sie im Video:

Kein anderer Antarktis-Gletscher verliert mehr Eis als Pine Island. Laut einer Studie könnte das Schmelzen bald unumkehrbar sein. Das würde auch unsere Nordseeküsten bedrohen.

Beitragslänge:
2 min
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Ob Pine Island einen der Kipp-Punkte schon überschritten hat, ist noch nicht klar.

Keine Katastrophe über Nacht

Wichtig ist: Der Meeresspiegel steigt nicht über Nacht. "Dieser Anstieg kann sich über Jahrhunderte bis Jahrtausende hinwegziehen", sagt Reese. Es verdeutlicht, wie stark unser heutiges Handeln die Zukunft unseres Planeten beeinflusst.

Die Forscherin ist für eine Forschungsmission bereits zu der Bucht an der Amundsensee, in der Pine Island liegt, gereist. Die Westantarktis hat sie beeindruckt: "Es ist kalt, man sieht nur Eis und Ozean."

Gleichzeitig sei es beängstigend zu wissen, dass dieses Eis durch den Menschen verändert werden kann, sagt sie.

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