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Diskussion um religiöse Symbole : Das Kopftuch als Karrierebremse

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Kopftuchverbot am Arbeitsplatz: Viele Gerichte haben sich bereits dagegen ausgesprochen. Jetzt kocht die Diskussion erneut auf - mit ernsten Konsequenzen für Muslimas.

Das Kopftuch zu verbieten aufgrund der bloßen Annahme einer Gefahr, ist in Deutschland nicht erlaubt. Das entschied das Bundesverfassungsgericht bereits 2015. Dennoch gibt es immer wieder Streitfälle, in denen untersucht wird, ob ein Verbot am Arbeitsplatz rechtens ist.

Im jüngsten Fall am Europäischen Gerichtshof machte der Generalanwalt den Vorschlag, Verbote von der Größe des religiösen Symbols abhängig zu machen. Auch das Kopftuch könnte so verboten werden.

Für Narin Bektas eine sinnlose und zermürbende Diskussion mit weitreichenden Folgen für ihren Berufsweg: "Ich musste bis zu meinem ersten Bewerbungsgespräch 450 Bewerbungen schreiben. Und wenn man sich diese Zahl durch den Kopf gehen lässt und wenn ich von anderen Leuten, die nicht muslimisch sind oder kein Kopftuch tragen, mitbekomme, dass sie nach vier Bewerbungen ein Bewerbungsgespräch haben, dann frustriert das natürlich."

Die 30-jährige studierte Medienmanagerin würde sich wünschen, dass man aufhört, "ständig über ein Stück Stoff" zu diskutieren. Es gebe schließlich weitaus wichtigere Aufgaben in der Gesellschaft.

Warum Narin lieber arbeitslos ist, anstatt das Kopftuch abzulegen, erzählt sie im Video. Außerdem ordnet eine Sozialwissenschaftlerin und ein Rechtsexperte den aktuellen Stand ein:

Narin musste 450 Bewerbungen schreiben, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Das liege nicht an ihrer Qualifikation, sondern vielmehr an ihrem Kopftuch.

Beitragslänge:
6 min
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