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Ein Medizinhistoriker erklärt - Schuld am Coronavirus ist - niemand

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Immer würde nach dem Schuldigen gesucht, ein typisches Verhalten in Pandemien, sagt Prof. Leven. Doch die Verbreitung des Coronavirus sei nicht zu verhindern gewesen.

Immer würde nach dem Schuldigen gesucht, ein typisches Verhalten in Pandemien, sagt Prof. Leven. Doch die Verbreitung des Coronavirus sei nicht zu verhindern gewesen.

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3 min
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Früher waren es Besessene, die vom Teufel umher getrieben wurden. Heute sind es diejenigen, die sich nicht an die Maßnahmen halten. Ob Pest, Spanische Grippe oder Corona: Die Frage "Wer ist schuld an der Pandemie?" hat Menschen schon immer beschäftigt.

Für Prof. Karl-Heinz Leven ist das aber die völlig falsche Frage, denn aufzuhalten sei das Coronavirus nie gewesen: "Es hieße doch, man müsste jeden Menschen alleine einsperren, dann wäre tatsächlich die Ansteckungsgefahr gebannt, aber das ist ja Unsinn. "

Ein Impfstoff innerhalb von zehn Monaten: Das gab es noch nie in der Geschichte. Es könnte der große Gamechanger sein. Wichtig sei, richtig damit umzugehen. Eine Impfpflicht sei in der Vergangenheit keine gute Strategie gewesen, weiß Medizinhistorikerin Prof. Karen Nolte.

Das Gespräch mit dem Medizinhistoriker Karl-Heinz Leven sehen Sie oben im Video.

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