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Ministerpräsidenten-Konferenz - Söder: Sorge vor einer Corona-Dauerwelle

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Mobilität, Pflege, Innovation - bei der regulären Konferenz der Ministerpräsidenten sollte es um Themen jenseits von Corona gehen. Doch das Gegenteil war der Fall.

Markus Söder und Michael Müller am 18.03.2021
Markus Söder (CSU) und Michael Müller (SPD) hoffen auf schnelle Lösungen beim Thema Corona-Impfungen.
Quelle: ZDF

Bei der diesjährigen Frühjahrskonferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sollte es theoretisch nicht um das allgegenwärtige Thema gehen: Corona. Und praktisch? "Natürlich konnte Corona nicht ausgeblendet werden, ganz klar", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) im Anschluss.

Im Gegenteil: Die Pressekonferenz im Anschluss handelte quasi ausschließlich von der Problematik rund um die Corona-Impfungen. "Die Inzidenzen steigen, aber der Impfstoff fehlt", betonte Markus Söder (CSU). Europas Abhängigkeit von den Impfstoffproduzenten sei eine große Herausforderung. Zudem müssten Verfahren beschleunigt werden.

Söder und Müller hoffen auf Sputnik-Impfstoff

Schnelligkeit sei auch im Hinblick auf eine mögliche Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V gefragt, betonte Söder. Zudem müsse man sich bereits jetzt um Kaufverträge kümmern. Der Impfstoff sei offenbar teils besser als bereits zugelassene, sagt er.

Nach Angaben Russlands soll der Corona-Impfstoff Sputnik V auch in Deutschland produziert werden. Vereinbarungen gebe es zudem mit Unternehmen in anderen europäischen Ländern.

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Auch Müller äußerte die Hoffnung, dass angesichts von fehlenden Vakzinen der russische Impfstoff einen Beitrag zum schnelleren Impfen liefern könne. Zuvor hatten die Ministerpräsidenten von Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt eine schnelle Sputnik-Zulassung gefordert.

Söder: Keine "Alibi-Notbremse"

Angesichts der rasch steigenden Corona-Zahlen forderte Bayerns Ministerpräsident vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen am Montag außerdem die einheitliche Durchsetzung einer harten Notbremse.

"Ich möchte aus einer im Moment sehr flexiblen Notbremse eine harte Notbremse machen", sagte Söder. "Notbremsen müssen verlässlich sein, und keine Alibi-Bremsen." Besonders im Hinblick auf die steigenden Inzidenzen.

Jetzt müssen wir aufpassen, dass aus der dritten Welle keine Dauerwelle entsteht.
Markus Söder (CSU), Bayerischer Ministerpräsident

Söder: Impfen ist der Schlüssel

Söder hoffe darauf, dass die unklare Situation um das Astrazeneca-Vakzin möglichst schnell beendet werde. Der CSU-Politiker sei besorgt, dass sich die Menschen sonst womöglich nicht mehr mit dem Vakzin impfen lassen wollen.

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