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Videoporträt - Wer ist Kamala Harris?

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Joe Biden hat Kamala Harris als seine Stellvertreterin im Rennen um das Weiße Haus ausgewählt: Eine Entscheidung mit historischer Tragweite.

Sollte Biden die US-Wahlen gewinnen, so wäre Harris die erste Schwarze und erste Frau überhaupt im Amt der Vizepräsidentin. Die Senatorin verfügt über große politische Erfahrung.

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Mit Kamala Harris könnte erstmals eine Schwarze Frau Vize-Präsidentin der Vereinigten Staaten werden. Der designierte Trump-Herausforderer der US-Demokraten, Joe Biden, verkündete die Senatorin aus Kalifornien am Dienstag als seinen "Running Mate" (Vizepräsidentschaftskandidatin) für die US-Präsidentschaftswahlen im November. Der erste gemeinsame Auftritt der beiden soll schon am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Wilmington (Delaware) folgen.

Auf Twitter bezeichnete die 55-jährige Harris es als "Ehre", mit Biden antreten zu dürfen. Sie werde alles dafür tun, um ihn zum Oberbefehlshaber zu machen. Beide sollen beim offiziellen Parteitag der Demokraten vom 17. bis 20. August nominiert werden.

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Umstrittene Entscheidungen als Staatsanwältin

Harris wurde am 20. Oktober 1964 in Oakland, Kalifornien, geboren. Sie hat jamaikanisch-indische Wurzeln. Ihre Mutter war nicht nur Krebsforscherin, sondern auch Bürgerrechtlerin - Harris sagt immer wieder von ihr, dass sie den größten Einfluss auf ihr Leben gehabt habe. Harris studierte in der Hauptstadt Washington Politikwissenschaft und Wirtschaft, in Kalifornien Rechtswissenschaft.

2003 wurde sie zur Bezirksstaatsanwältin von San Francisco gewählt. Dort traf sie umstrittene Entscheidungen: Im Wahlkampf versprach sie, als Staatsanwältin niemals die Todesstrafe anzustreben. Sie hielt sich daran, zog nach der Tötung eines Polizisten aber Protest auf sich. Als sie sich als Attorney General - was in den USA die Positionen der Justizministerin und der Generalstaatsanwältin verbindet - bewarb, versprach sie, trotz ihrer persönlichen Opposition die Todesstrafe im neuen Amt vollstrecken zu lassen - und wieder hielt sie sich daran.

Kamala Harris wurde als Vize-Präsidentschaftskandidatin für die Demokraten ins Rennen geschickt. "Sie will große Reformen durchführen", so ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen.

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International lief Harris' Name einer breiten internationalen Öffentlichkeit wohl zum ersten Mal über den Weg, als sich Barack Obama entschuldigte. Er hatte Harris 2013 als brillante und zähe Juristin gelobt - und als die mit Abstand am besten aussehendste Generalstaatsanwältin bezeichnet. Obama handelte sich den Vorwurf des Sexismus ein.

Als zweite Schwarze Frau in US-Senat gewählt

Als zweite Schwarze wurde Harris 2016 in den US-Senat gewählt. Ihr Auftrag sei wie früher: für die Rechte aller Menschen in Kalifornien zu kämpfen. Anfang 2019 gab sie bekannt, dass sie sich für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewerbe. Zu Beginn galt sie als aussichtsreiche Bewerberin. Ihre Gegner versuchten, die Law-and-Order-Vergangenheit gegen sie zu verwenden.

Einige ihrer Entscheidungen wurden von Kritikern nicht im Einklang mit ihrem Versprechen nach Reformen eines "kaputten" Strafjustizsystems gesehen. Im Dezember beendete sie ihre Kampagne.

Biden: "Furchtlose Kämpferin"

Nun wird Harris zugetraut, besonders gut afroamerikanische Wähler mobilisieren zu können. Sie ist moderat, gesetzt, ihre Auftritte durchchoreographiert. Im Senat hat sie bewiesen, hartnäckig Fragen stellen zu können und eine Problemlöserin zu sein. Kritisiert wird häufiger, dass sie sich ideologisch nicht verorten lasse.

Biden bezeichnete Harris, die eng mit dessen verstorbenen Sohn Beau befreundet war, bei der Bekanntgabe seiner Entscheidung als eine "furchtlose Kämpferin".

Kommentar - Donald Trumps Angstgegnerin 

Kamala Harris könnte erste Vizepräsidentin der USA werden - das macht Donald Trump Angst, sagt ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen in seinem Kommentar aus Washington.

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von Elmar Theveßen
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