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Bergisch-Gladbach-Komplex - Missbrauchs-Razzia: 2.000 Beweise gesichert

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54 Tatverdächtige, 1.000 Polizisten und mehr als 2.000 sichergestellte Beweismittel: So die erste Bilanz der Ermittler nach der Großrazzia im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach.

Bei der Festnahme des mutmaßlichen Haupttäters hatten die Fahnder Daten sichergestellt, die zu möglichen Komplizen führen. In ganz Deutschland hat es jetzt Razzien gegeben.

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Großrazzia im Kampf gegen Kindesmissbrauch: Nach bundesweiten Durchsuchungen haben die Ermittler ihre Ergebnisse in Köln dargelegt. Insgesamt seien 60 Durchsuchungen in zwölf Bundesländern durchgeführt worden, erklärte Kriminaldirektor Michael Esser, Leiter der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) "Berg", die den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach untersucht. Die Aktion vom Dienstag sei die größte der Ermittlungskommission bisher gewesen.

Es ging hierbei um 48 männliche und zwei weibliche Tatverdächtige, die einschlägige Videos besessen haben sollen aber nicht im Verdacht stünden, selbst Kinder missbraucht zu haben. Vier Tatverdächtige kamen schließlich noch hinzu. Haftbefehle habe es nicht gegeben, einige Tatverdächtige seien jedoch auf Polizeiwachen erkennungsdienstlich erfasst worden.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich "um einen Querschnitt durch die Gesellschaft", so Michael Esser, Leiter der Ermittlungsgruppe "Berg".

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Keine Kinder unmittelbar in Gefahr gewesen

Es waren 1.000 Polizisten im Einsatz und es wurden mehr als 2.000 Beweismittel sichergestellt. Dabei handele es sich unter anderem um Datenträger, so Ermittlungsleiter Esser. Die Auswertung werde sehr viel Zeit einnehmen. Man habe unter anderem auch Tresore sichergestellt.

Wir geben den Kampf gegen Pädokriminelle nie auf.
Kriminaldirektor Michael Esser

Die Polizei lege, so Esser weiter, "immer weiter Puzzleteile zusammen, um das Leid der Kinder zu beenden". Auch wenn dieses Mal keine Kinder unmittelbar in Gefahr gewesen seien - Kinderpornografie gehe auch immer tatsächlicher Missbrauch voraus, weswegen der Besitz solcher Bilder und Videos nicht zu verharmlosen sei.

Bundesjustizministerin Lambrecht ist für ein höheres Strafmaß bei Kindesmissbrauch.

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Verdacht: Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie

Schauplatz der Durchsuchungen waren die Bundesländer Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Es geht um den Verdacht des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornografie.

Die Ermittlungen rund um den Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach haben schon zu Spuren in sämtliche Bundesländern geführt. Mit Stand 27. August wurde allein in Nordrhein-Westfalen gegen 84 Beschuldigte ermittelt, zehn Menschen waren bereits angeklagt, einer ist in Haft, acht in Untersuchungshaft.

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von Alexandra Hawlin

Tausende Bilder und Videos bei Familienvater gefunden

Die Ermittler haben wiederholt von einem "Schneeball-System" gesprochen: Mit jedem Verdächtigen werden sie auf weitere Täter aufmerksam.

Ins Rollen gebracht wurde dies alles durch eine Durchsuchung im Oktober 2019 bei einem Familienvater in Bergisch Gladbach bei Köln. Bei ihm fand die Polizei Tausende Bilder und Videos. Es ging um riesige Datenmengen - inklusive Spuren zu Chatpartnern. Davon ausgehend kamen die Polizisten nach und nach immer mehr Verdächtigen auf die Spur. Und ein Ende ist nicht abzusehen.

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