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RKI-Chef Wieler - "Jede Infektion ist eine zu viel"

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Das Robert-Koch-Institut hat einen neuen Höchstwert bei den Corona-Todesfällen bekanntgegeben. Die Lage könnte sich noch verschlimmern, warnte RKI-Chef Lothar Wieler.

Erstmals hat das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mehr als 1.200 Covid-19-Tote an einem Tag gemeldet. Das Niveau sei deutlich zu hoch, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Der Anstieg sei zwar nicht mehr so steil wie im Dezember. Dennoch warnte Wieler: "Es ist möglich, dass sich die Lage noch weiter verschlimmert."

Neue Formen des Virus in Deutschland durch Reisende eingeschleppt

Die Corona-Lage in Deutschland bleibe weiterhin angespannt. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen ist nach Einschätzung des RKI-Präsidenten derzeit "wichtiger denn je". Es sei noch nicht abschätzbar, wie sich die auch in Deutschland aufgetretenen Mutationen des Coronavirus verbreiten, ergänzte Wieler.

Mit Blick auf die mutierten Coronaviren sei es wichtig, auf nicht erforderliche Reisen zu verzichten. Alle bisher aufgetretenen Fälle der neuen Formen seien durch Reisende nach Deutschland gebracht worden, sagte der RKI-Chef. Die Ausbreitung dieser Viren müsse verhindert werden.

Eine elektronenmikroskopische Aufnahme des «U.S. National Institute of Health» zeigt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), das aus der Oberfläche von im Labor kultivierten Zellen austritt (undatierte Aufnahme)

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Appell: Brauchen mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber 

In diesem Zusammenhang appellierte Wieler auch an Arbeitgeber: Sie müssten Beschäftigten mehr Homeoffice ermöglichen. "Jetzt schützt die Heimarbeit die Gesundheit von uns allen - dazu brauchen wir noch mehr verantwortungsvolle Arbeitgeber", so der RKI-Präsident. Heimarbeit brauche Digitalisierung und Vertrauen - beides bleibe auch nach der Pandemie zentral.

Wieler zeigte sich zuversichtlich, dass das Coronavirus im Jahresverlauf in den Griff zu bekommen sei:

Am Ende dieses Jahres werden wir diese Pandemie kontrolliert haben.
Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts

Einhaltung von Schutzmaßnahmen "wichtiger denn je"

Jetzt sei es wichtig, dass sich alle an die Hygienevorschriften halten. Wieler betonte, jede Infektion sei eine zu viel. "Die intensivmedizinische Versorgung in Deutschland war wahrscheinlich noch nie so ausgelastet wie heute."

Wieler appellierte nachdrücklich, die bereits seit Monaten bekannten Abstandsregeln einzuhalten. Wer sich jetzt mit einem Arbeitskollegen zum Mittagessen treffe und sich beim Essen gegenüber sitze, könne nicht behaupten, die Maßnahmen würden nicht funktionieren. Diese müssten schon richtig genutzt werden, damit sie wirken.

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