Sie sind hier:

Neue Herbstprognose - Steuereinnahmen 2020 höher als erwartet

Datum:

Der Arbeitskreis Steuerschätzung prognostiziert für dieses Jahr gut zehn Milliarden Steuereinnahmen mehr als erwartet. Scholz kündigte eine Aufstockung der Novemberhilfen an.

Die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen dürften im laufenden Jahr um 10,6 Milliarden Euro höher ausfallen, als noch im September erwartet. Das ist das Ergebnis der Herbstprognose des Arbeitskreises Steuerschätzung, das Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) verkündete.

Stabil vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie

Für die Jahre 2021 bis 2023 beträgt die positive Schätzabweichung im Vergleich zur Prognose vom September noch einmal insgesamt elf Milliarden Euro. Das Finanzministerium wertete die Einnahmeentwicklung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie als insgesamt stabil.

Die aktuelle Steuerschätzung zeigt, dass unsere bisherigen Entscheidungen richtig gewesen sind und es konjunkturell wieder aufwärts geht.
Olaf Scholz, Finanzminister

Scholz: Pandemie noch "längst nicht überwunden"

Das sei eine gute Nachricht, "unsere Hilfspolitik wirkt", betonte der Minister weiter. Allerdings sei die Pandemie noch "längst nicht überwunden". Von der Schätzabweichung für das laufende Jahr entfallen der neuen Prognose zufolge 3,8 Milliarden Euro auf den Bund.

5,3 Milliarden mehr für die Länder

Tatsächlich fallen die Einnahmen demnach allerdings 3,4 Milliarden Euro höher aus als im September prognostiziert, weitere 0,4 Milliarden Euro betreffen die Abführung an die EU. 5,3 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen können die Länder erwarten und 1,4 Milliarden Euro die Kommunen.

Schuldenuhr am Gebäude des Bundes der Steuerzahler

SPD-Haushaltspolitiker Rohde - "Ja, wir können momentan allen helfen" 

Deutschland kann sich die umfangreichen Corna-Hilfen leisten, sagt SPD-Haushaltspolitiker Dennis Rohde im ZDFheute-Interview. Die neu aufgenommenen Schulden will er zügig abbauen.

Auch in den Folgejahren bis 2023 entfallen die Steuermehreinnahmen vorwiegend auf die Länder und den Bund. Für die Kommunen ergibt sich dagegen ein leichtes Minus.

Für 2024 werden dann insgesamt Mindereinnahmen von 3,6 Milliarden Euro im Vergleich zur September-Schätzung vorhergesagt, etwa in gleicher Größenordnung für Bund, Länder und Kommunen.

Scholz will Novemberhilfen aufstocken

Scholz kündigte eine Aufstockung der Novemberhilfen an. Es würden sicherlich mehr als die 10 Milliarden Euro, die bisher diskutiert worden seien, sagte er. Es könnten ein paar Milliarden Euro mehr sein. Dies hänge aber davon ab, in welchem Umfang die Hilfen in Anspruch genommen werden.

Normalerweise schätzt der Arbeitskreis Steuerschätzungen die zu erwartenden Einnahmen jeweils zweimal jährlich im Mai und im November. Wegen der Corona-Pandemie gab es diesmal die zusätzliche Schätzung im September. Die Schätzabweichung bezeichnet die Abweichung von der vorherigen Prognose bereinigt um Sondereffekte wie seither erfolgte Änderungen des Steuerrechts.

Ein geschlossenes Café in Berlin am 02.11.2020

Einigung auf Zahlungen steht - November-Hilfe: Betriebe erhalten Abschläge 

Zahlreiche Betriebe warten auf Corona-Hilfe. Doch nun die Einigung: Die Abschlagszahlungen stehen, Gelder sollen noch im November fließen. Details sollen noch heute folgen.

von Florian Neuhann
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.