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Aussetzung von Astrazeneca - Spahn: Impfstopp, "um Vertrauen zu erhalten"

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Die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff Astrazeneca sind vorerst ausgesetzt. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bezeichnet das als "fachliche Entscheidung".

Auch Deutschland und Frankreich setzen vorerst alle Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff aus. Gesundheitsminister Spahn bezeichnete dies als Vorsichtsmaßnahme.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Entscheidung erklärt, vorerst in Deutschland auf Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff zu verzichten. "Das ist eine fachliche Entscheidung und keine politische", sagte er bei einer extra anberaumten Pressekonferenz.

Daher folge er der Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts, das nach neuen Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa weitere Untersuchungen für notwendig hält.

EMA soll Nutzen und Risiken zu Astrazeneca abwägen

"Um das Vertrauen in den Impfstoff zu erhalten, müssen wir unseren Expertinnen und Experten in Deutschland und der Europäischen Union die Zeit geben, die jüngsten Vorfälle zu prüfen", so Spahn. "Sie müssen auch die Frage klären, ob der Nutzen der Impfung weiterhin größer ist, als mögliche Risiken. Denn eines ist klar: Auch Nicht-Impfen hat schwere gesundeitliche Folgen. Und diesen Prozess der Prüfung warten wir jetzt ab."

Das Ergebnis der Überprüfung sei jedoch offen, betonte Spahn. Idealerweise solle die EMA im Laufe der Woche noch zu einer Entscheidung kommen.

Durch den Stopp der Astrazeneca-Impfungen dürfte das Vertrauen in das Vakzin weiter sinken. ZDF-Korrespondentin Shakuntula Banerjee erklärt, was das für die Impfstrategie bedeutet.

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Seltene Thrombose-Nebenwirkungen bei Astrazeneca-Impfungen

Personen, die bereits mit Astrazeneca geimpft wurden und vier Tage nach der Verabreichung noch über Unwohlsein klagen und punktförmige Hautblutungen hätten, sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben. Das sei aber bisher sehr selten aufgetreten. Es gebe sieben Fälle, die im Zusammenhang mit einer solchen Hirn-Thrombose stehen könnten, bei über 1,6 Millionen verabreichten Astrazeneca-Dosen.

Wozu Spahn erst eine Entscheidung nach der Prüfung der EMA treffen will:

  • Wie mit bereits bestellten und angelieferten Astrazeneca-Dosen verfahren werden soll
  • Ob bereits mit Astrazeneca Geimpfte ihre zweite Dosis mit einem anderen Impfstoff bekommen können
  • Inwieweit der Impfplan in Deutschland durch ein Ausfallen von Astrazeneca ins Stocken gerät

Rückschlag für Impfkampagne - Deutschland setzt Astrazeneca-Impfungen aus 

Auch Deutschland setzt jetzt die Impfung mit Astrazeneca aus. Dabei handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach kritisiert die Entscheidung.

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