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Spahn legt Impfverordnung vor - Wer wann geimpft werden kann - ein Überblick

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Gesundheitsminister Spahn hat heute die Impfverordnung vorgestellt. Darin wird festgelegt, wer zuerst für eine Corona-Impfung in Frage kommt. Ein Überblick.

Die Impfverordnung sieht vor zunächst erst Pflegeheime, Ärzte und Pfleger zu impfen. Begonnen werden soll in den Heimen mit über 80-jährigen Menschen. Kritik an diesem Vorgehen äußern Hausärzte und Pflegeleitungen, die andere Priorisierungen wünschen.

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Jetzt ist sie offiziell da: die Corona-Impfverordnung. Oder besser gesagt: Der Fahrplan für die Corona-Impfungen in Deutschland.

Erst gestern hatte die Ständige Impfkommision (Stiko) ihre endgültige Empfehlung dafür abgegeben. In ihr ist eine Rangfolge von sechs Gruppen festgelegt. Spahn plant hingegen mit drei Gruppen. Die Details:

Wer hat Anspruch auf die Corona-Impfungen?

Für die Corona-Impfungen, die voraussichtlich am 27. Dezember beginnen, haben folgende Personen einen Anspruch:

  • Alle, die in Deutschland einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort haben
  • Alle, die in Deutschland eine Krankenversicherung besitzen
  • Personen, die in der Pflege in bestimmten Einrichtungen im Gesundheitswesen in Deutschland arbeiten, aber nicht hier wohnen

Nach Weihnachten wird nun auch in Deutschland geimpft. Doch noch gibt es nicht genügend Impfdosen für alle. Wer ist also zuerst dran und wer muss sich noch gedulden?

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Das erste Ziel: "Die Schwächsten zu schützen", so Spahn. Dafür werde man ein bis zwei Monate brauchen. Erst dann könnten auch andere Personen eine Corona-Impfung bekomme. Für alle gelte:

Der Winter wird noch lang, wir werden noch längere Zeit mit diesem Virus leben müssen.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Wichtig: Der Minister stellt eine mehrmalige Anpassung der Verordnung in den Raum - nicht zuletzt, weil neue Impfstoffe auf den Markt kommen.

Erste Gruppe mit "höchster Priorität"

Zu dieser Gruppe zählen laut Bundesregierung unter anderem:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben
  • Bewohner und Personal von Pflegeheimen und anderen stationären Einrichtungen
  • Mitarbeitende von ambulanten Pflegediensten
  • Personen aus Bereichen medizinischer EInrichtungen mit sehr hohem Expositionsrisiko, unter anderem auf Intensivstationen, in Notaufnahmen, im Rettungsdienst und in Impfzentren.
  • Personen, die Menschen betreuen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf besteht, etwa in der Onkologie oder Transplantationsmedizin.

Das Warten hat ein Ende: der Impfstoff ist da – sogar mehr als einer. Die nächste Hürde: jeden Impfwilligen impfen. ZDF-Korrespondent Theo Koll mit einer Einschätzung der Lage.

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Zweite Gruppe mit "hoher Priorität"

Zu dieser Gruppe zählen laut Bundesregierung unter anderem:

  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben
  • Menschen mit Trisomie 21
  • Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung
  • Transplantationspatienten
  • enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Menschen, insbesondere von solchen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. Gleiches gilt für Kontaktpersonen von Schwangeren.
  • Bewohner von Obdachlosen- oder Asylbewerberunterkünften
  • Personen, die in stationären Einrichtungen zur Betreuung geistig behinderter Menschen tätig sind oder ambulant regelmäßig behinderte Menschen betreuen
  • Personen mit hohem Expositionsrisiko, vor allem Ärzte und Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt sowie Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die einem hohen Infektionsrisiko - zum Beispiel bei Demonstrationen - ausgesetzt sind
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur

Dritte Gruppe mit "erhöhter Priorität"

Zu dieser Gruppe zählen laut Bundesregierung unter anderem:

  • Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben
  • Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, zum Beispiel mit chronischer Nierenerkrankung, HIV, Diabetes oder COPD beziehungsweise Asthma bronchiale
  • Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr und Zoll, Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen
  • Mitarbeiter in relevanter Position unter anderem im Apothekenwesen, der Pharmawirtschaft, der Ernährungswirtschaft, der Wasser- und Energieversorgung, im Transport- und Verkehrswesen sowie de Informationstechnik und Telekommunikation.
  • Personen mit niedrigem Expositionsrisiko zum Beispiel in Laboren
  • Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel
  • Personen mit prekären Arbeits- und Lebensbedingungen

Warum Spahn in drei Gruppen impfen will

Zuvor hatte Jens Spahn im ZDF-Morgenmagazin betont, dass sich an der Reihenfolge gegenüber der Stiko-Empfehlung nichts geändert habe, auch nicht an der Definition - man habe das zu 99 Prozent übernommen.

Doch: Die Einordnung in nur drei Gruppen biete eine gewisse Flexibilität vor Ort.

Wenn ich in bestimmten Einrichtungen schon mal bin, dann zum Beispiel auch dort alle Pflegebedürftigen oder eben Patienten entsprechend zu impfen.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Bald könnte es soweit sein: Die Corona-Impfungen starten auch in Deutschland. Doch wer soll zuerst geimpft werden - wer muss noch lange warten? Jens Spahn zum aktuellen Stand.

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Hohe Corona-Zahlen und neue Höchstwerte vom RKI - wieso ist neue Regelung wichtig?

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt weiter auf einem extrem hohem Niveau. Allein für heute meldet das Robert-Koch-Institut mehr als 30.000 Neuinfektionen und 813 Todesfälle. In der Zahl der Neuinfektionen sind etwa 3.500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren.

Neben dem zweiten Shutdown, den Bund und Länder letzte Woche beschlossen hatten, soll noch diesen Monat ein Impfstoff den Kampf gegen das Coronavirus unterstützen.

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