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Astrazeneca und mRNA-Vakzin - Spahn: Impf-Kombination "besonders wirksam"

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Die Stiko hat ihre Empfehlung angepasst. Nach einer ersten Astrazeneca-Impfung soll ein mRNA-Impfstoff als Zweitimpfung folgen. Dafür wirbt jetzt auch Gesundheitsminister Spahn.

Spahn äußert sich zu neuer Stiko-Empfehlung
Spahn zur neuen Stiko-Empfehlung
Quelle: epa

Die Corona-Impfempfehlung hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) gerade angepasst - heute haben die Gesundheitsminister darüber beraten. Laut Stiko sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten.

Besserer Schutz mit Kreuzimpfung als zweifach Astrazeneca

Grund dafür seien aktuelle Studiendaten, die zeigten, dass eine solche sogenannte "Kreuzimpfung" besser noch vor Corona schütze als die schon zweifache Impfung mit Astrazeneca, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Da so eine Empfehlung im ersten Moment verunsichern könne, sei es ihm wichtig gewesen, mit den Gesundheitsministern der Länder das weitere Vorgehen gemeinsam abzustimmen.

Spahn sagte, man sei sich prinzipiell einig gewesen. Es gebe zwei positive Botschaften. Es werde jetzt sehr zügig gehen.

Zum einen haben wir genug mRNA-Impfstoff, um diese Empfehlung auch umsetzen zu können.
Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

Zweitens mache diese Empfehlung den Impfstoff von Astrazeneca attraktiver. Denn man habe viele Dosen davon vorrätig, um Impfwillige kurzfristig auch mit einer ersten Dosis zu impfen. Alleine in den nächsten Tagen gingen 2,4 Millionen Astrazeneca-Dosen an die Länder. Auch in den Arztpraxen seien inzwischen ausreichend Dosen vorrätig.

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante: Die Ständige Impfkommission ändert die Empfehlung für Astrazeneca-Erstgeimpfte. Empfohlen wird eine Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna.

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Abstand zwischen Impfungen wesentlich verkürzen

Außerdem bestehe die Möglichkeit, sich nun nach vier Wochen die Zweitimpfung und damit den vollen Impfschutz geben zu lassen. Die Daten zeigten, dass bei dem angepassten Impfschema bereits nach vier Wochen eine sehr gute Wirkung erzielt werden kann. Das bedeute notwendige Sicherheit – auch mit Blick auf die Delta-Variante.

[So wirkt die Impfstoff-Kombination Erstimpfung Astrazeneca - Zweitimpfung Biontech]

Bei der Kreuzimpfung kann nach Auffassung der Stiko der zeitliche Abstand zwischen beiden Dosen verkürzt werden. Die Experten raten hier zu einem mindestens vierwöchigen Abstand, bei zweimaliger Verabreichung von Astrazeneca bleibt es bei den bisherigen neun bis zwölf Wochen.

Zusätzliches Impfschema mit sehr hohem Schutz

Ein drittes wichtiges Argument sei laut Spahn - das habe der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens deutlich gemacht - dass die Kombination mindestens so gut schütze wie die Kombination Biontech/Biontech. In manchen Fällen sogar noch besser.

Die Impfkommission hat ihre Empfehlung angepasst: Für einen besseren Impfschutz rät sie nach einer ersten Impfung mit Astrazeneca zur Zweitimpfung mit einem der mRNA-Impfstoffe.

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So habe man ein zusätzliches Impfschema mit einem sehr hohen Impfschutz. Jeder der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe sei sicher, wirksam und helfe gegen Covid-19 und die Verläufe, die man vermeiden wolle. "Aber dieses Impfschema, diese Kombination von Astrazeneca und mRNA-Impfstoff ist besonders wirksam", betonte Spahn.

Spahn ruft zur Zweitimpfung auf

Der Gesundheitsminister rief die Bürger auf, nicht auf die Zweitimpfung zu verzichten - diese sei besonders wichtig zur Abwehr der besonders infektiösen Delta-Variante des Coronavirus.

Je mehr Impfungen im Sommer, desto besser wird der Herbst.
Jens Spahn, Gesundheitsminister

Die Kreuzimpfung sei prinzipiell ab sofort möglich - je nach Verfügbarkeit von Impfstoffen und logistischen Voraussetzungen.

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